Experten rechnen 2012 für Deutschland mit weniger Börsengängen

Im Schlussquartal wagten in Deutschland gerade einmal drei Unternehmen den Gang an die Börse, wobei nur eines neue Aktien anbot. Das Volumen der drei belief sich auf 5,4 Millionen Euro. Ein Jahr zuvor hatten noch dreimal so viele Unternehmen einen IPO geschafft und dabei mit 286 Millionen Euro auch ein Vielfaches erlöst. Auch mit Blick auf Gesamteuropa ging die Zahl der Börsengänge zum Jahresende stark zurück: Nach 129 erfolgreichen Kandidaten im vierten Quartal 2010, die zusammen rund 10,12 Milliarden Euro einnahmen, waren es zwischen Oktober und Dezember 2011 nur noch 78 Erstemissionen, die zusammen 866 Millionen Euro erlösten.
Insgesamt hat sich die Zahl der Börsengänge in Europa im vergangenen Jahr aber gesteigert. Laut PwC schafften 13 Prozent mehr Unternehmen den Schritt, das Volumen blieb mit rund 26,5 Milliarden Euro indes nur stabil. Treiber waren unter anderem die polnische Börse in Warschau. Die Wirtschaftsprüfer- und Berater von PwC erheben vierteljährlich die Zahl der Neuemissionen an den wichtigsten europäischen Börsen.
FRANKFURT (dpa-AFX)


