DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Der Börsengang der Wohnungsgesellschaft LEG steht unmittelbar bevor. Details würden am Montag auf einer Pressekonferenz bekannt gegeben, teilte das Unternehmen am Freitag mit und und bestätigte damit einen Bericht des "Handelsblatt" (Freitagausgabe). Dem Vernehmen nach wollen die Eigentümer, der Finanzinvestor Perry Capital und der Whitehall Immobilienfonds von
Goldman Sachs , bis zu zwei Milliarden Euro beim Börsengang einnehmen.
Am Montag wollen Unternehmenschef Thomas Hegel und Finanzvorstand Eckhard Schultz sowie COO Holger Hentschel die geplante Notierung im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse vorstellen. Die LEG verfügt über rund 91.000 Mietwohnungen. Sie erzielte im Geschäftsjahr 2011 Erlöse aus Vermietung und Verpachtung von knapp 500 Millionen Euro.
Die LEG war im Jahr 2008 gegen den Widerstand von Mieterorganisationen und Gewerkschaften vom Land NRW privatisiert und zum Preis von 3,4 Milliarden Euro an die Investoren Whitehall und Perry Capital verkauft worden.
Im Jahr 2011 hatte das Unternehmen vor allem wegen der Kosten im Zusammenhang mit dem Konzernumbau unter dem Strich einen Fehlbetrag von 15,1 Millionen Euro erwirtschaftet. Auch das Jahr 2012 werde weiterhin von Sondereffekten geprägt sein, hatte das Unternehmen bei der Bilanzvorlage im September in Düsseldorf angekündigt.
Goldman Sachs und die Deutsche Bank begleiten den Börsengang als führende Koordinatoren. Zudem engagiert seien Berenberg, Commerzbank, Erste Bank (Erste Group Bank) und Kempen./fn