01.10.2012 22:32
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Talanx-Ausgabepreis im unteren Bereich der geplanten Spanne

Preis unter den Erwartungen
Die Begeisterung rund um den Talanx-Börsengang dürfte etwas gedämpft worden sein. Die Aktie des Versicherers wird zu einem Preis von 18,30 Euro ausgegeben.
Dieser liegt unter den Erwartungen von Beobachtern und auch am unteren Ende der Preisspanne von 17,30 Euro und 20,30 Euro. Talanx sammelt damit insgesamt brutto rund 467 Millionen Euro ein.

   Beobachter hatten dem Versicherer einen höheren Ausgabepreis zugetraut. Der Einstiegspreis galt im Vorfeld als attraktiv. Im Grauen Markt, wo die Aktien bereits vor ihrer Erstnotiz gehandelt wurden, hatte Talanx noch den oberen Rand der Preisspanne erreicht. Beim Börsenmakler Schnigge wurde das Papier sogar zwischen 20,30 und 21,30 Euro gestellt. "Das Interesse schlägt das aller IPOs vorher", hatte ein Händler gesagt.

   Das Geld aus der Kapitalerhöhung will der Konzern zur Wachstumsfinanzierung und zur weiteren Stärkung der Kapitalbasis einzusetzen. Wie die Konkurrenz von der Allianz ist wohl auch Talanx daran interessiert, die aktuell günstigen Marktbedingungen für weitere Zukäufe zu nutzen.

   Ein Händler bezeichnete den Ausgabepreis in einer ersten Einschätzung als "ziemlich niedrig". Ob Talanx mit dem eher enttäuschenden Ausgabepreise den Weg für weitere Börsengänge ebnet, dürfte nun als fraglich sein. Beobachter hatten auf einen Eisbrechereffekt gehofft. Bei einem erfolgreichen Gang aufs Parkett des Versicherers dürften viele Unternehmen ihre fertigen IPO-Pläne aus der Schublade holen.

   Experten hatten deswegen auch schon das nächste Geschäft gewitttert. Es sei nur eine Frage der Zeit, wann die institutionellen Anleger ihre Aktienquoten wieder massiv erhöhen und damit für ein besseres Kapitalmarktumfeld sorgen werden, hatte Hendrik Riehmer von der für das Talanx-IPO engagierten Berenberg Bank gesagt.

   In Deutschland sei noch etwa eine Handvoll Börsengänge im laufenden Jahr möglich, hatte Martin Steinbach, Leiter des Bereichs IPO and Listing Services bei Ernst & Young, jüngst gesagt. Trotz der geringen Zahl an erfolgreichen IPOs in Deutschland sei das Interesse an der Aufnahme von Kapital über die Börse unter den deutschen Unternehmen ungebrochen.

   Der nächste Kandidat steht auch schon in den Startlöchern. Der Beleuchtungsspezialist Hess. Das auf LEDs fokussierte Familienunternehmen will mit dem Erlös das kräftige Wachstum der vergangenen Jahre fortsetzen. Vielleicht entscheidet sich ja auch Osram dann nochmals um. Siemens hatte den Börsengang seiner Licht-Tochter im Juli wegen der unsicheren Lage an den Finanzmärkten abgesagt und plant stattdessen, Osram im kommenden Jahr an seine Aktionäre abzugeben.

Dow Jones Newswires,   Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.- - 04 02 PM EDT 10-01-12

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