26.12.2012 08:30
Bewerten
(0)

IW: Stimmung in der Wirtschaft schlechter als die Lage

Verunsicherung: IW: Stimmung in der Wirtschaft schlechter als die Lage | Nachricht | finanzen.net
Verunsicherung
Die anhaltende Euro- und Staatsschuldenkrise führt bei Unternehmen in Deutschland zunehmend zu Verunsicherung.

   Von Andreas Kißler

   BERLIN-- Das ist das Ergebnis der jüngsten Verbandsumfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW). Darin gab die Hälfte der befragten Wirtschaftsverbände an, die Stimmung in ihren Mitgliedsunternehmen sei derzeit schlechter als noch zum vergangenen Jahreswechsel. "Zum ersten Mal seit Beginn der globalen Finanzkrise 2008/2009 berichtet kein einziger Wirtschaftsverband von einer Verbesserung der Stimmungslage", konstatierten die Kölner Wirtschaftsforscher.

   Das bedeute aber für die zukünftigen Geschäfte keineswegs, "dass die Wirtschaft beim Blick auf 2013 mehrheitlich den Daumen senkt", versicherte das arbeitgebernahe Institut. Denn nur elf von 46 Verbänden erwarteten schlechtere Geschäfte als 2012, und 20 Verbände gingen davon aus, dass ihre Unternehmen die Produktion oder den Umsatz leicht steigern könnten.

   Das Institut gab der Politik die Hauptschuld für die schlechte Stimmung bei den Unternehmen. "Die beachtliche Differenz zwischen Stimmung und Lage macht deutlich, wie leicht die Politik durch unbedachtes Reden und Handeln Vertrauen verspielt, und wie schwer es ist, dies zu korrigieren", sagte IW-Direktor Michael Hüther.

   Die Stimmungslage der Wirtschaft ist aber auch ein Echo auf die jüngsten Konjunkturerwartungen von Wirtschaftsforschern. Erst am vergangenen Freitag prognostizierte das Bundesfinanzministerium für das Winterhalbjahr eine "Konjunkturdelle" und gab damit Erwartungen neue Nahrung, dass die Regierung ihre Wachstumsprognose bald deutlich senken könnte.

   Die Regierung erwartet für 2013 offiziell noch 1 Prozent Wachstum. Das Wirtschaftsministerium hat aber bereits erklärt, bei der nächsten Prognose Mitte Januar könnte es "einen Revisionsbedarf nach unten geben".

   Andere Ökonomen haben ihre Vorhersagen für das kommende Jahr längst heruntergeschraubt. So sieht das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) eine "ausgeprägte Konjunkturschwäche" in Deutschland und nur noch 0,3 Prozent Wachstum im Jahr 2013.

   Laut der IW-Umfrage zählen Schwergewichte wie der Maschinenbau und die Chemische Industrie aber noch zu den "hoffnungsfroheren" Branchen, während der Finanzsektor eher skeptisch nach vorne schaut. Insgesamt positiv ist das Bild auch bei den Investitionen: 28 Verbände gingen von gleich hohen Zahlen wie 2012 aus; neun prognostizieren sogar steigende Investitionen.

   Sorgen bereitet den Ökonomen dagegen der Blick auf das Thema Arbeitsplätze. Vor allem bei der Beschäftigung zeige sich, dass die Euro-Schuldenkrise "mehr ist als nur ein kurzzeitiger Stimmungskiller", stellten sie fest.

   Zwar erwarteten 29 Verbände keine Veränderung, aber elf rechneten mit weniger Jobs in ihrem Wirtschaftszweig. Dazu gehören Bergbau, Druckindustrie, Energie- und Wasserwirtschaft, Banken und Entsorgungswirtschaft.

Dow Jones Newswires,  Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.- - 02 00 AM EST 12-26-12

Bildquellen: Aleksey Klints / Shutterstock.com, Christian Mueller / Shutterstock.com
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Die Top 5 der Medizin- und Pharmakonzerne mit großen Wachstumschancen!

Aktien aus dem Medizin- und Pharmabereich gehören neben den hochtechnologischen Konzernen wohl zu den schwierigsten Wertpapieren, die man an der Börse spielen kann. Die meisten Unternehmen, die auf diesem Feld unterwegs sind, bleiben über Jahre hin unprofitabel. Wir stellen im aktuellen Anlegermagazin fünf Aktien vor, bei denen große Wachstumschancen lauern könnten.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Heute im Fokus

Starker Euro drückt DAX -- Asiens Börsen mehrheitlich etwas fester -- VW etwas optimistischer-- Bayer, Facebook, Deutsche Bank verdient mehr -- Airbus, PayPal, BASF, Allianz im Fokus

Samsung-Aktie nahe Rekordhoch: Gewinnrekord im Quartal. Milliardeninvestition: Foxconn baut Werk im US-Bundesstaat Wisconsin. Nestle wächst nach wie vor nicht so stark wie erhofft. Roche erhöht nach starkem ersten Halbjahr die Umsatzprognose.

Top-Rankings

KW 29: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
Der CEO von Allianz, BMW oder doch Daimler?
Diese Manager lieben die Deutschen
KW 29: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

E-Autos: Kein Zwang zum Tesla-Kauf
Diese Tesla-Konkurrenten sind auf dem Vormarsch und billiger als der Model 3
So schnitten die DAX-Werte im ersten Halbjahr 2017 ab
Tops und Flops
BlackRock Beteiligungen
In diese Unternehmen investiert der Fondsgigant
Die reichsten Länder der EU
Das sind die reichsten Länder der EU
Jobs mit Zukunft und hohem Gehalt
Hier wird man auch künftig noch gut bezahlt
mehr Top Rankings

Umfrage

Wenn morgen Bundestagswahl wäre, wen würden Sie wählen?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln

Willkommen bei finanzen.net Brokerage

Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus finanzen.net!

Weitere Informationen finden Sie hier.

Jetzt informieren


Sie haben bereits ein Depot? Dann verknüpfen Sie es jetzt mit Ihrem finanzen.net-Account!

Jetzt mit finanzen.net-Account verknüpfen

Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Daimler AG710000
Deutsche Bank AG514000
CommerzbankCBK100
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
Nordex AGA0D655
BASFBASF11
Allianz840400
BMW AG519000
Apple Inc.865985
AMD (Advanced Micro Devices) Inc.863186
Facebook Inc.A1JWVX
TeslaA1CX3T
Amazon906866
EVOTEC AG566480
AIXTRON SEA0WMPJ