18.01.2013 18:58
Bewerten
(0)

IWF: Athen braucht weitere Hilfen seiner europäischen Partner

   Von Costas Paris

   Griechenland braucht nach Ansicht des Internationalen Währungsfonds (IWF) weitere Hilfen seiner europäischen Partner, um seine Schuldenlast auf ein erträgliches Maß senken zu können. Nötig seien entweder neue Kredite zu besseren Konditionen oder ein direkter Schuldenerlass, erklärte der Währungsfonds in seiner jüngsten Studie zum Kreditprogramm für Griechenland. Die bereits erfolgten Maßnahmen seien nicht ausreichend gewesen, um die Schuldentragfähigkeit des Landes auf eine stabile Basis zu stellen.

   Sollte sich die Lage in Griechenland verschlimmern, könnten weitere Hilfen von rund drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) pro Jahr nötig werden. Die zusätzlichen Finanztransfers würden sich auf jährlich rund 6 Milliarden Euro zwischen 2013 und 2020 belaufen.

   Der IWF verwies auf die Möglichkeit, dass die Zinsen für die Hilfskredite auf nahezu null gesenkt werden könnten. Alternativ sei ein Schuldenschnitt von rund 25 Prozent möglich auf die EFSF-Kredite sowie auf Staatsanleihen, die von anderen Regierung und der Europäischen Zentralbank (EZB) gehalten werden.

   Die jüngsten Maßnahmen werden nach den Berechnungen des IWF die Schuldenlast Griechenlands bis 2020 auf 128 Prozent drücken, was über einem Niveau liegt, dass der IWF als nachhaltig ansieht. Die Eurozone hat zugesagt, zusätzliche Maßnahmen zu ergreifen, um die Schuldenlast bis 2020 auf 124 Prozent zu senken. Bis 2022 soll die Staatsverschuldung dann unter 110 Prozent des BIP gebracht werden.

   Der IWF-Verwaltungsrat hatte am Mittwoch eine weitere Kredittranche von 3,2 Milliarden Euro freigegeben. Die Zahlung war mehrere Monate eingefroren gewesen, weil der IWF an der Wirksamkeit der Maßnahmen zweifelte, die die griechische Regierung zum Abbau der enormen Staatsverschuldung ergriffen hatte.

   Nach Angaben des IWF hätten die europäischen Partner nun zugesagt, das Geld zur Verfügung zu stellen, welches Griechenland künftig braucht. Der IWF drängt die Europäische Union seit längerem, mehr zu tun, um die griechische Schuldenkrise zu lösen.

   Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com

   DJG/apo

   (END) Dow Jones Newswires

   January 18, 2013 12:28 ET (17:28 GMT)

   Copyright (c) 2013 Dow Jones & Company, Inc.- - 12 28 PM EST 01-18-13

Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Stabile Dividendenaktien gehören in jedes Depot!

Die Investition in ausgewählte Blue-Chip-Dividendenaktien gehört zu den sichersten Strategien, um an den Aktienmärkten langfristig ein Vermögen aufzubauen. Dividendenaktien von hochkapitalisierten Unternehmen werfen langfristig höhere Renditen als der Gesamtmarkt ab und bieten einen guten Schutz in unsicheren Börsenzeiten. Wir stellen im aktuellen Anlegermagazin drei Aktien mit stabilen und attraktiven Dividendenrenditen vor.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Heute im Fokus

DAX geht schwächer ins Wochenende -- US-Börsen wenig verändert -- Commerzbank erwartet Verlust im 2. Quartal -- Toshiba fliegt aus Japans Leitindex Nikkei 225 -- Allianz, AIB, Volkswagen im Fokus

Harley-Davidson prüft Kauf der Audi-Tochter Ducati. Tesla plant erstes Werk in China. RWE schüttet Sonderdividende an Aktionäre aus. Wechsel in der Infineon-Geschäftsführung. Verschärfte Golf-Krise bringt Katars Landeswährung zum Absturz. ZUMTOBEL mit Gewinnsprung und Umsatzrückgang.

Top-Rankings

Die reichsten Länder der EU
Das sind die reichsten Länder der EU
KW 25: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
KW 25: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten

Umfrage

Wenn morgen Bundestagswahl wäre, wen würden Sie wählen?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Bank AG514000
CommerzbankCBK100
Daimler AG710000
Nordex AGA0D655
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
E.ON SEENAG99
Apple Inc.865985
TeslaA1CX3T
EVOTEC AG566480
BMW AG519000
AMD (Advanced Micro Devices) Inc.863186
Allianz840400
AURELIUSA0JK2A
Amazon.com Inc.906866
Deutsche Telekom AG555750