28.11.2012 16:04
Bewerten
 (0)

IWF: Spanien macht Reformfortschritte im Finanzsektor - aber noch viel zu tun

    WASHINGTON (dpa-AFX) - Das Euro-Krisenland Spanien hat nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) bedeutende Fortschritte bei der Reform des Finanzsektors gemacht. Die mit Spanien vereinbarten Reformen für den Finanzsektor würden bisher umgesetzt und der Zeitplan werde eingehalten, schreibt der IWF in einem am Mittwoch veröffentlichten Fortschrittsbericht. Der IWF warnt jedoch: Die größten Herausforderungen stünden noch bevor. Dabei gehe es vor allem um die Pläne für eine Umstrukturierung der Banken und die Effektivität der geplanten Bad Bank.

 

    Die Bedingungen an den Finanzmärkten hätten sich verbessert, nachdem die Europäische Zentralbank (EZB) ihr Anleihekaufprogramm (OMT) angekündigt habe, schreibt der IWF. Sie blieben aber weiter schwierig. Die Risiken für die Konjunkturentwicklung seien weiter hoch.

 

    Das Bankensystem in Spanien teilt sich laut IWF in zwei Gruppen auf. Die größten und geografisch breit aufgestellten Banken hätten ein besseres Profil als die auf den Binnenmarkt ausgerichteten Banken. Die Gefahr drohender weiterer Kreditausfälle mache eine baldige Rekapitalisierung der schwächeren Banken notwendig. Der IWF begrüßt die Hilfe durch die europäischen Geber über den Rettungsschirm ESM. Diese könnte durch eine direkte Rekapitalisierung durch den ESM ausgeweitet werden.

 

    Der Plan, die Bad Bank bis Ende-November voll arbeitsfähig zu machen, sei ehrgeizig, heißt es in dem Bericht. Zuvor müssten noch eine Reihe von Herausforderungen bewältigt werden. Bedeutsame Fortschritte bestätigt der IWF Spanien auch bei der Regulierung und Überwachung des Bankensektors. Es bleibe jedoch noch einiges bei der Reform der Sparkassen zu tun, um die Vorgaben des Programms zu erfüllen.

 

    Der Bericht überprüft die Fortschritte mit Blick auf eine Vereinbarung (Momorandum of Understanding) zwischen der Eurozone und Spanien. Der IWF ist selbst nicht an der Vereinbarung beteiligt. Er leistet jedoch technische Hilfe und überprüft die Fortschritte./jsl/bgf

Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Unterschätzte Aktienperlen
Peter Lynch wurde als Fondsmanager des Magellan Fonds zu einer Legende. Er erzielte im Zeitraum 1977 bis 1990 eine durchschnittliche jährliche Rendite von 29,2%. Eines seiner Erfolgsgeheimnisse: Lynch setzte auf einfache und verständliche Geschäftsmodelle und bevorzugt dann, wenn sie für die meisten anderen Börsianer als langweilig erschienen. In der neuen Ausgabe des Anlegermagazins werden drei Unternehmen vorgestellt, die solche unterschätzte Aktienperlen sein könnten.

Heute im Fokus

DAX schließt im Plus -- US-Börsen deutlich höher -- Deutsche-Bank-Aktie erholt sich deutlich -- Chinesen wollen offenbar OSRAM übernehmen -- Commerzbank, QUALCOMM im Fokus

Strafe für Deutsche Bank in USA wird wohl auf 5,4 Milliarden Dollar reduziert. Commerzbank verkauft ihr Hochhaus an Südkoreaner. Air Berlin: Alle Flüge werden regulär durchgeführt. Daimler will weiter Renault-Motoren einsetzen. Bahn erhöht Preise im Fernverkehr um 1,3 Prozent.
Wie haben sich die Rohstoffpreise im dritten Quartal 2016 entwickelt?
Jetzt durchklicken
Wer war Top, wer war Flop?
Jetzt durchklicken
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
Jetzt durchklicken

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Umfrage

Kanzlerin Merkel will der Deutschen Bank im Streit mit der US-Justiz nicht helfen. Was halten Sie von dieser Einstellung?