IWF erwartet 2,5 Prozent Wachstum in Brasilien - Sorge über Kredite
WASHINGTON/SAO PAULO (dpa-AFX) - Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet 2012 für Brasilien mit einem Wirtschaftswachstum von 2,5 Prozent. Nach einem verhaltenen ersten Halbjahr dürfte sich die Konjunktur aufgrund eingeleiteter Gegenmaßnahmen der Regierung sowie mehrerer Leitzinssenkungen bis Ende des Jahres beleben, analysierte der IWF in einem am Freitag vorgestellten Bericht. Für das vierte Quartal prognostizierte die UN-Organisation im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg des Bruttoinlandsproduktes von vier Prozent. 2011 lag das Wachstum bei 2,7 Prozent nach dem Boom von 7,5 Prozent 2010.
Die Hauptrisiken für Brasilien bestünden derzeit in der Aussicht weiter fallender Rohstoff-Preise etwa für Eisenerz, der externen Finanzkrise und der Abschwächung in dem für Brasilien wichtigen europäischen Markt. Der IWF-Missionschef für Brasilien, Vikram Haksar, zeigte sich zugleich besorgt über den starken Anstieg der Verbraucherkredite von Privathaushalten in dem südamerikanischen Land. Brasilien ist die größte Volkswirtschaft Lateinamerikas und rangiert weltweit auf Platz sechs./hr/DP/hbr







