18.01.2013 19:44
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IWF hält Rückkehr Portugals an Kapitalmärke für möglich

   Von Patricia Kowsmann

   LISSABON--Der Internationale Währungsfonds (IWF) hält eine Rückkehr Portugals in diesem Jahr an die Kapitalmärkte für möglich, sieht aber weiter Risiken für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes. Portugal profitiere von den ruhigeren Zeiten an den Märkten für Staatsanleihen, doch die Gefahr einer schärferen Rezession im Jahr 2013 sei hoch, erklärte der IWF in einem Report.

   Die Rückkehr an die Kapitalmärkte ist entscheidend, wenn Portugal wie geplant im Jahr 2014 das dreijährige Rettungsprogramm, das ein Volumen von 78 Milliarden Euro hat, verlassen will. Nachdem Irland es geschafft hat, langfristige Schuldentitel am Markt unterzubringen, sind die Erwartungen an Portugal gestiegen.

   Die Rendite der zehnjährigen Staatsanleihen Portugals sind in jüngster Zeit unter die wichtige Marke von 7 Prozent gesunken. In dieser Woche hat das Land erfolgreich kurzfristige Schuldtitel zu drastisch niedrigen Zinsen als in früheren Auktionen losgeschlagen.

   Der IWF erklärte, unter diesen Bedingungen sei eine allmähliche Rückkehr an die Märkte in diesem Jahr vorstellbar. Portugal habe für den Verkauf von zwei- und dreijährigen Titeln bereits bei Investoren vorgefühlt. "Das portugiesische Programm ist in der Spur, doch die Risiken bleiben signifikant", stellte der Währungsfonds fest.

   Für das Jahr 2013 rechnet der IWF mit einem Rückgang der Wirtschaftsleistung um 1,0 Prozent, nach einem Minus von 3,0 Prozent im Vorjahr. Das Risiko einer Entgleisung sei jedoch beträchtlich, weil viele Sparmaßnahmen im laufenden Jahr zu greifen beginnen.

   Die portugiesische Zentralbank warnte in dieser Woche, dass das Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr um 1,9 Prozent schrumpfen könnte. Es bestünde sogar die Gefahr, dass die Rezession noch schärfer ausfallen könnte.

   Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com

   DJG/apo/jhe

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   January 18, 2013 13:14 ET (18:14 GMT)

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