08.11.2012 11:34
Bewerten
 (0)

Ifo: Wirtschaftsklima im Euroraum erneut schlechter - Schuldenkrise belastet

    MÜNCHEN (dpa-AFX) - Der Ifo-Indikator für das Wirtschaftsklima im Euroraum hat sich im vierten Quartal erneut verschlechtert. "Als Hauptgrund für die schwierige Wirtschaftslage im Euroraum werden von den Befragungsteilnehmern öffentliche Haushaltsdefizite genannt", schreibt Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn in einer Mitteilung am Donnerstag. Fehlende Nachfrage und eine hohe Arbeitslosigkeit rangierten auf den folgenden Plätzen der derzeit wichtigsten wirtschaftlichen Probleme. Eine wirtschaftliche Erholung sei noch nicht in Sicht.

 

    Der Indikator für das Wirtschaftsklima fiel im vierten Quartal von 88,9 Punkten im Vorquartal auf 81,7 Prozent. Der Wert liege damit deutlicher als bisher unter seinem langfristigen Durchschnittswert. Der Indikator wird in Zusammenarbeit mit der Internationalen Handelskammer in Paris (ICC) berechnet.

 

    In den Eurokrisenländern Griechenland, Italien, Portugal, Spanien und Zypern liegt die Bewertung unverändert auf Rezessionsniveau. In Belgien, Frankreich, Irland, den Niederlanden und Slowenien schätzen die befragten Experten die aktuelle Lage weiterhin als ungünstig ein. In Deutschland wird die Wirtschaftslage weiter trotz einer leichten Verschlechterung als zufriedenstellend bewertet.

 

    In den meisten Euro-Mitgliedsländer hat sich zudem die Erwartungshaltung für die nächsten sechs Monate verschlechtert. Es wird überwiegend keine Verbesserung der wirtschaftlichen Situation erwartet. Lediglich in Irland, den Niederlanden und Estland sind die Erwartungen für das nächste halbe Jahr positiv.

 

 

^Die Daten im Überblick:

 

                  4. Quartal 2012      3. Quartal 2012    2. Quartal 2012

 

Klima                 81,7                  88,9               100,3 Lage                  97,9                 103,5               114,7       Erwartungen           72,1                  80,3                91,8°                (in Punkten)

 

/jsl/bgf

Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Bayer: Monsanto-Deal würde ein neues Burg­graben-Unter­nehmen ergeben!
Mit der Übernahme des US-Saatgutspezialisten Monsanto will Bayer im Agrarchemie-Geschäft den großen Wurf landen und zur weltweiten Nummer Eins aufsteigen. Der strategisch sinnvolle Megadeal ist allerdings mit großen Unsicherheiten behaftet. Lesen Sie in der neuen Ausgabe des Anleger­magazins, warum der Life-Science-Konzern dennoch einen näheren Blick wert ist.

Heute im Fokus

DAX schließt im Plus -- US-Börsen markant höher -- S&P stuft Kreditwürdigkeit der EU herab -- Monsanto verlangt wohl deutlich mehr von Bayer -- LEONI, Deutsche Bank im Fokus

Osram-Finanzvorstand macht Rückzug wahr. Telekom baut Vorstand um. Mondelez interessiert sich für Hershey. Störungen im Vodafone-Kabelnetz. Britischer Notenbankchef signalisiert geldpolitische Lockerung. Auch in Spanien Razzia bei Google. Der Brexit wird die Briten wohl Milliarden kosten. JPMorgan: Schottland ist bis 2019 unabhängig und hat eine eigene Währung.
Welcher Spieler ist am meisten wert?
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
So hoch sind die Bundesländer verschuldet

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Welche Marke ist die teuerste?
Volatilität in Schwellenländern
Das haben die Dax-Vorstände 2015 verdient
Welches Land gewann am häufigsten die europäische Fußballkrone?
Welches Land schnitt bei den Weltmeisterschaften am besten ab?
mehr Top Rankings

Umfrage

Nach dem Brexit-Votum der Briten werden in Europa Stimmen laut, die auch in anderen EU-Ländern Referenden über die Zugehörigkeit zur EU fordern. Sehen Sie unsere Zukunft in der EU?