WIEN (Dow Jones)--Der österreichische Immobilien-Investor Signa lässt trotz der Absage der METRO AG bei Kaufhof nicht locker. Signa habe weiterhin Interesse am Erwerb der Warenhauskette, teilte der Investor mit. Mit Bedauern habe Signa zur Kenntnis genommen, dass Metro den Verkauf der Warenhaustochter vorerst verschiebe.
Signa-Chef Rene Benko äußerte die Hoffnung, dass die Gespräche über den Verkauf in wenigen Monaten wieder aufgenommen werden können. "Aufgeschoben ist nicht aufgehoben", sagte der Investor.
Metro hatte den seit langem angestrebten Verkauf seiner Warenhauskette Kaufhof am Dienstag überraschend gestoppt und dies mit der aktuellen Lage am Kapitalmarkt begründet. Der Handelskonzern will seine Warenhauskette bereits seit einigen Jahren abgeben, da sie sich aus Sicht des Unternehmens nicht internationalisieren lässt. Zwei bis drei Milliarden Euro hatte der frühere Metro-Chef Eckhard Cordes als Preisvorstellung aufgerufen. Bereits während der ersten Finanzkrise 2008 scheiterte jedoch der Versuch, die Tochter an den Mann zu bringen.
Im vergangenen Jahr schien sich die Sache plötzlich wieder zu beschleunigen. Gleich mehrere Investoren meldeten Interesse an. Potenzielle Käufer war zuletzt neben Signa der Karstadt-Investor Nicolas Berggruen. Signa galt dabei als Favorit und hatte im Gegensatz zu Berggruen auch schon in die Bücher schauen können.
DJG/jhe/mgo
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January 17, 2012 10:45 ET (15:45 GMT)
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