EMFIS.COM -
Peking 27.01.2012 (www.emfis.de) Die Aktien der chinesischen Immobilien-Unternehmen erlitten heute eine schwere Breitseite.
Zuvor hatte ein hochrangiger Regierungsmitarbeiter in einem Interview erklärt, dass die Wohnungspreise dort noch um rund 30 Prozent fallen müssten, damit ein wieder ein vernünftiges Niveau erreicht sei. Erst dann würde der Kaufpreis einer Wohnung wieder dem sechsfachen des Durchschnittseinkommens einer chinesischen Familie entsprechen, was man in Kreisen der Wirtschaftsplaner als vertretbar erachte.
Nach einem jahrelangen Boom befinden sich Chinas Immobilienpreise inzwischen auf dem absteigenden Ast. Im Dezember gab es in 52 der 870 größten Städte des Landes Preisrückgänge. Dies war damit bereits der dritte Monat in Folge, in dem die Tendenz nach unten ging.
2012 könnte schwierig werden Die vielfältigen Maßnahmen Pekings zur Drosselung der Immobilienpreise, die bereits seit zwei Jahren andauern, haben sich damit Ende des vergangenen Jahres erstmals signifikant am Markt niedergeschlagen. Viele Analysten gehen davon aus, dass sich 2012 die Situation für die Bauunternehmen weiter verschärft. In den vergangenen Wochen gab es immer wieder Gerüchte, wonach die chinesische Regierung bald einlenken – und einen Teil der Drosselungsmaßnahmen zurückfahren werde. Konkrete Maßnahmen in diese Richtung gab es aber bisher nicht.
An der
Börse in Hongkong knickten China Overseas Land heute um 3,4 Prozent und
China Resources Land um 2,1 Prozent ein. Soho China gaben 3,0 Prozent ab; Agile Property rutschten um 3,8 Prozent ab.