von Jörg Bernhard
Gemessen an den erzielten Umsätzen und der Marktkapitalisierung ist die US-Firma Nike zwar eindeutig der Platzhirsch, bei der Performance hat aber Adidas aus Herzogenaurach die Nase klar vorn. Seit dem Jahreswechsel verteuerte sich die Aktie des deutschen Sportartikelunternehmens um 29,7 Prozent, während die US-Gesellschaft auf Dollarbasis seither um lediglich 0,2 Prozent zulegte. Das Zahlenwerk von Nike könnte daher je nach Tenor auch beim DAX-Wert Impulse generieren. Ob sich die Olympischen Spiele für den US-Sportartikelhersteller gelohnt haben, wird sich dann zeigen. In der vergangenen Woche erfreute das Unternehmen die Aktionäre durch die Bekanntgabe eines weiteren Aktienrückkaufprogramms. Damit werde das bisherige Programm mit einem Volumen von fünf Milliarden Dollar durch auf vier Jahre angelegte Rückkäufe im Volumen von acht Milliarden Dollar ersetzt.
Aufwärtstrend gebrochen
Die Mehrheit der Analysten nimmt bezüglich der Aussichten von Nike eine eher neutrale Marktmeinung ein. So vergeben 15 Experten ein „Hold“, einer stuft die Aktie mit „Overweight“ ein und acht vergeben ihr ein „Buy“. In den vergangenen drei Monaten zeichnete sich bei den Analystenprognosen für das erste Quartal eine zunehmende Skepsis ab. In diesem Zeitraum revidierten sie nämlich ihre Prognosen von 1,38 Dollar auf aktuell 1,12 Dollar pro Aktie. Die ausgesprochen Kursziele reichen von 90 bis 120 Dollar und ergeben einen Mittelwert von 102,29 Dollar. Auf Basis des Schlusskurses vom Freitag (96,52 Dollar) entspräche dies einem Kurspotenzial in Höhe von sechs Prozent.
Aus charttechnischer Sicht bewegt sich die Aktie seit Ende Juni in einem kurzfristigen Aufwärtstrendkanal, wobei dessen untere Begrenzung am Freitag durchbrochen wurde.
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