Neubiberg (aktiencheck.de AG) - Der Chip-Hersteller
Infineon Technologies AG meldete am Freitag, dass er die Kapazität seiner Backend-Fertigung in Wuxi (China) erweitert, wo Gehäuse gefertigt, die Chips montiert und abschließend getestet werden.
Den Angaben zufolge wird der Konzern bis 2011 in seinem Werk in Wuxi Personal aufstocken und technisches Know-how und Backend-Fertigungsanlagen von einem anderen Standort nach Wuxi transferieren. Künftig werden im Werk zusätzliche Gehäusevarianten gefertigt und dafür auch die abschließenden Tests durchgeführt. Die Kapazitätserweiterung Wuxis sei ein weiterer Schritt Infineons zur Optimierung seiner Backend-Fertigungsstruktur, im Rahmen derer ausgereifte Fertigungstechnologien an Standorte mit niedrigen Faktorkosten verlagert würden.
Regierungsvertreter Wuxis und Infineon unterzeichneten am Freitag einen Vertrag zum weiteren Aufbau des Hightech-Standorts Wuxi. Infineons Ausbaupläne werden von der Bank of China Ltd. (ISIN CNE1000001Z5/ WKN A0M4WZ) mit Krediten gestützt. In den kommenden zwei Jahren steuert Infineon Personal, Know-how und Backend-Linien im Gegenwert von insgesamt 150 Mio. Dollar bei, hieß es.
Wie weiter mitgeteilt wurde, beschäftigt Infineon in seinem Wuxi-Werk derzeit rund 830 Mitarbeiter und will diese Anzahl bis ins Jahr 2011 auf etwa 2.000 erhöhen. Durch die Erweiterung wird Wuxi zum Haupt-Backend-Fertigungsstandort für eine breite Palette von Gehäusevarianten für diskrete Bauelemente. Für die Kapazitätserweiterung Wuxis wird Infineon Backend-Linien aus Malacca in Malaysia transferieren. Gleichwohl wird Malacca auch weiterhin eine wichtige Rolle in Infineons Backend-Fertigungsnetzwerk spielen und zusätzliche Aufgaben übernehmen, wie z.B. die Entwicklung von Chip-Gehäusen, Backend-Fertigungsprozessen und Tests.
Die Aktie von Infineon Technologies gibt momentan 5,26 Prozent auf 2,43 Euro ab. (08.06.2009/ac/n/t)