Update vom 27.10.2010:
26. Oktober: Hamborner REIT
In fünf Transaktionen kauften drei verschiedene Insider insgesamt 15.250 Aktien. Dabei standen die Insiderkäufe jedes Einzelnen für rund ein Drittel der Gesamtzahl erworbener Aktien. Die Aktie selbst entwickelte sich in der Vergangenheit eher schlecht als recht. Seit dem Jahreswechsel und auf Sicht von 12 Monaten beläuft sich das Minus auf rund 12 Prozent.
18. bis 22. Oktober: Ad Pepper
In drei Transaktionen trennte sich das Vorstandsmitglied Michael A. Carton, verantwortlich für die Bereiche Produkt- und Technologie Development, von mehr als 227.000 Aktien im Wert von über 440.000 Euro. Damit dürfte sich seine Beteiligungsquote signifikant reduziert haben. Am 20. September gehörte Carton mit über 332.000 Aktien noch 1,44 Prozent des Vermarkters von Internetwerbung. Der Aktie bekam die Meldung über die Insiderverkäufe gar nicht gut - sie stürzte wieder unter die Marke von zwei Euro.
22. Oktober: SMARTRAC
Beim Hersteller von Chips für Kredit- bzw. Bankkarten, Ausweise sowie für die Tieridentifikation gab es gleich drei Transaktionen diverser Insider. Obwohl sich das gesamte Transaktionsvolumen auf über elf Mio. Euro beläuft, sollten Anleger dennoch eines beachten. Der Finanzinvestor One Equity Partner legte bereits Ende August ein Übernahmeangebot für Smartrac über 20 Euro je Aktie vor und möchte damit größter Einzelaktionär des TecDAX-Unternehmens werden. Offensichtlich rechnen die Insider damit, dass die SMARTRAC-Aktie auch nach einer erfolgreichen Übernahme 20 Euro oder möglicherweise noch mehr wert sein könnte.
22. Oktober: Tomorrow Focus
Aufsichtsratsmitglied Martin Weiß, der zugleich auch als Geschäftsführer der Solon GmbH fungiert, kaufte für 525.000 Euro 150.000 Aktien des Internet-Dienstleisters und lieferte damit einen eindrucksvollen Vertrauensbeweis ab. Die bisherige Jahresbilanz fiel bei der Aktie mit plus elf Prozent aber eher bescheiden aus. Auch vom Jahreshoch (4,44 Euro) ist der Titel derzeit noch meilenweit entfernt.
21. Oktober: H & R WASAG
In schöner Regelmäßigigkeit treten die Insider von H & R WASAG mit Aktienkäufen in Erscheinung. Am 21. Oktober kaufte die H&R Beteiligung GmbH in zwei Tranchen insgesamt über 175.000 Aktien im Gesamtvolumen von mehr als 3,5 Mio. Euro. Der Aktienkurs markierte daraufhin ein neues Jahreshoch bei 21,38 Euro.
21. Oktober: Kabel Deutschland
Einen beträchtlichen Verkauf tätigten Insider bei der der Aktie von Kabel Deutschland. So verkaufte die Basil Management Inc. 257.242 Aktien im Gesamtvolumen von mehr als sieben Mio. Euro. Seit dem Börsengang im Frühjahr 2010 zum Preis von 22 Euro verteuerte sich die Aktie auf mehr als 32 Euro (+41 Prozent). Zu große Sorgen sollten sich Börsianer allerdings nicht machen, schließlich verfügt der MDAX-Wert aktuell über einen Marktwert von fast drei Milliarden Euro.
20. Oktober: GCI Industrie
Auf außerbörslichem Wege kaufte die Dreyer Ventures & Management GmbH 50.000 Aktien von GCI Industrie. Das Transaktionsvolumen belief sich auf 51.825 Euro. Auf der Website des Unternehmens wird die Beteiligungsquote mit 22 Prozent angegeben. Die Performance des Micro Cap fiel im Jahr 2010 mit über 60 Prozent ausgesprochen positiv aus. Vor dem Hintergrund, dass bei der Gesellschaft im Jahr 2009 ein Verlust pro Aktie von 0,29 Euro zu beklagen war, relativiert sich der Anstieg über die Marke von einem Euro allerdings sehr stark.
Update vom 20.10.2010:
18. und 19. Oktober: Leifheit
Claus O. Zacharias, der Vorstand für die Bereiche Finanzen, Controlling, Personal, Geschäftsprozesse und Operations ging mit drei Transaktionen im Volumen von insgesamt über 206.000 Euro "ins Risiko" und kaufte 12.000 Leifheit-Aktien. Diese stehen im Vergleich zum Vorjahr mehr als 55 Prozent höher. Das Unternehmen zählt heute mit den bekannten Marken Leifheit, Soehnle und Dr. Oetker Backgeräte sowie den französischen Tochtergesellschaften Birambeau und Herby zu den führenden europäischen Anbietern von Haushaltsprodukten. Fazit: Offensichtlich scheint der Leifheit-Finanzchef von den weiteren Perspektiven überzeugt zu sein.
14. Oktober: Nucletron Electronic
In zwei Tranchen kaufte die Bernd Luft Familien- und Vermögensverwaltung insgesamt 2.310 Aktien im Volumen von rund 11.400 Euro. Damit kann man die Transaktion durchaus als relativ unauffällig eher vernachlässigen. Ähnlich lässt sich auch die Performance der Aktie beschreiben: Seit dem Jahreswechsel weist der Titel ein Minus von 2,1 Prozent und auf 12-Monats-Sicht einen Verlust von 8,1 Prozent auf.
14. Oktober: Quanmax
Bei dem österreichischen Micro-Cap Quanmax kaufte Hannes Niederhauser im Volumen von 12.000 Euro Aktien des österreichischen Computerhersteller und Notebook-Pioniers (Maxdata). Angesichts des relativ niedrigen Volumens sollte der Deal zwar nicht zu hoch bewertet werden, es zeugt aber durchaus von Mut, wenn ein Manager nach einer Kursverdopplung innerhalb von 12 Monaten weiterhin zukauft.
12. Oktober: H&R WASAG
An diesem Tag gab es gleich drei Insiderkäufe mit einem Gesamtvolumen von über 591.000 Euro. Hinter sämtlichen Transaktionen stand die H&R Beteiligung GmbH, die ihre Beteiligungsquote um 32.000 Aktien aufgestockt hat. Innerhalb von weniger als vier Wochen verteuerte sich die Aktie von 16,50 auf fast 20 Euro und notiert damit in unmittelbarer Nähe zum 52-Wochenhoch (21,14 Euro, 10.08.2010). Heiß diskutiert wird die Aktie übrigens auch in den Foren von finanzen.net. Hier können Sie sich davon überzeugen!
11. Oktober: ElringKlinger
Obwohl sich die Aktie des schwäbischen Autozulieferers ElringKlinger im Jahr 2010 bereits um über 40 Prozent verteuert hat, gibt es auf dem erhöhten Kursniveau weiterhin Insiderkäufe. Am Dienstag der vorigen Woche erwarb die Lechler GmbH für rund vier Mio. Euro mehr als 186.000 ElringKlinger-Aktien. Walter H. Lechler ist Mitglied des Aufsichtsrats des Unternehmens. Aufgrund seiner Kontrollfunktion dürfte er einen besonders tiefen Einblick in die Geschäftslage des Konzerns haben, so dass der signifikante Aktienerwerb für Privatanleger durchaus Signalcharakter haben könnte.
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