Finanzvorstand der Deutschen Telekom erwirbt größeres Aktienpaket
9. Juni 2010: Timotheus Höttges, seit März 2009 Finanzvorstand der Deutschen Telekom, orderte 15000 Telekom-Aktien über die Börse. 9,13 Euro zahlte er pro Stück. Höttges scheint ein Langfristanleger zu sein. Vor knapp einem Jahr legte er sich eine Erstposition über 17.000 zum Stückpreis von 8,34 Euro ins Depot. Seit den letzten drei Jahren verlor die Aktie ein Drittel ihres Wertes.
Klöckner-Vorstand auf Schnäppchenjagd
9. Juni 2010: Gisbert Rühl, der Vorstandsvorsitzende des Stahlhändlers Klöckner & Co. nutzt das niedrige Kursniveau der Klöckner-Aktie für weitere Zukäufe. Seit Mitte Mai hat Rühl sein Aktienpaket an Klöckner kontinuierlich ausgebaut: 6.424 Stück zu 17,39 Euro und 5.000 Stück zu 14,73 im Mai. Dazu kamen 5000 Anteilsscheine zu 14,70 Euro gekauft am 2. Juni und zuletzt 2500 Aktien für nur noch 13,80 Euro am 8. Juni. Ein Schäppchenpreis, denn im April notierte die Stahl-Aktien noch bei 23 Euro.
9. Juni 2010: Die dievini Hopp BioTech Holding hat Wilex-Aktien im Gegenwert von 4,14 Millionen Euro gekauft. Mit dem Erwerb am 2. Juni 2010 hat die Holding die Grenze von 30 Prozent überschritten. Deshalb wird dievini Hopp BioTech den Aktionären ein Pflichtangebot für den Erwerb sämtlicher Inhaberaktien unterbreiten. Hinter der Holding steht der SAP-Gründer Dietmar Hopp.
Das Münchener Biotech-Unternehmen Wilex hatte soeben die finalen Daten aus der klinischen Phase II-Studie für ein Krebsmedikament präsentiert. Die Firma verfügt über eine interessante Produktpipeline, hat aber relativ geringen Finanzierungsspielraum. Gut möglich, dass Hopp seine BioTech-Investments unter anderem auch Agennix bündelt.
25. Mai 2010: Einmal pro Woche stellt das Analyse-Haus GBC seine Insider-Aktie der Woche vor. Dieses Mal ist es die von Zooplus - allerdings als Verkaufsempfehlung. Denn nach den jüngsten Kursgewinnen machte Vorstand Andrea Skersies Kasse: Von Ende April bis Mitte Mai verkaufte er 2119 Zooplus-Aktien zu Kursen von 35 bis 38,50 Euro veräußerte. Skersies erhielt aus einer Aktienoption im Dezember 2009 16 000 Zooplus-Aktien zum Einstandskurs von 12,50 Euro pro Aktie.
Die Aktie legte eine erstaunliche Performance hin. Seit Sommer letzten Jahres stieg sie von 26 Euro auf über 40 Euro. Fundamental ist weiter alles in Ordnung, der Onlinevermarkter von Tiernahrung hat weiterhin gute Wachstumsaussichten.
Gerresheimer-Vorstand vereinnahmt ein schönes Sümmchen
18. Mai 2010: Gerresheimer-Vorstand Max Raster trennt sich von 19 091 Aktien des eigenen Unternehmens. Raster verkaufte über den Xetrahandel in zwei Tranchen mit Kursen zu 24,89 Euro und 25,85 Euro. Insgesamt erlöste er 485354 Euro.
Laut Insidermeldung auf der Homepage von Gerresheimer erwarb Raster die Aktien zum Börsengang zu 40 Euro. Hat der Manager einen dicken Verlust verbucht? Wahrscheinlich nicht. Raster, der seit Januar 2007 Führungskraft bei Gerresheimer ist, erwarb die Aktien durch Umwandlung von seinen GmbH-Anteilen, die er zum Amtsantritt erhalten hat. Der Wert der damaligen Gesellschaftsanteile könnte deutlich unterhalb des aktuellen Verkaufswertes der börsennotierten Aktien liegen.
Delticom-Manager kaufen für knapp eine halbe Million Euro eigene Aktien
18. Mai 2010: Die Vorstände Rainer Binder und Frank Schuhardt, sowie Aufsichtsrat Andreas Prüfer orderten Delticom-Aktien im Gegenwert von rund 507.000 Euro. Die Käufe wurden mit insgesamt 25 Orders abgerechnet. Von der am 11. Mai auf der Hauptversammlung beschlossenen Dividendenerhöhung von einem Euro im Vorjahr auf 1,70 Euro haben die Insider nichts, da die Käufe danach stattfanden. Das Geschäft brummt beim Reifenhändler. Der Aktienkurs legte binnen Jahresfrist von 16 Euro auf aktuell 38 Euro zu.
14. Mai 2010: Der neue Aufsichtsrat bei Intershop Communications, Bernhard Wöbker hat über die Börse 55 000 Aktien des Jenaer Software-Unternehmens zu einem Durchschnittspreis von 1,81 Euro erworben. Wöbker, der über seine beruflichen Stationen bei Nixdorf , Pyramid Technology, Next und Versant die IT-Welt sehr gut kennt, wurde auf der außerordentlichen Hauptversammlung Ende März in den Aufsichtsrat gewählt. Durch den Aktienkauf und weil Wöbker auch einige Jahre als Berater bei einer Investmentbank gearbeitet hat, könnten wieder Übernahmegerüchte für Intershop aufkommen. Im ersten Quartal jedenfalls hat das Unternehmen die Markterwartungen übertroffen.
10. Mai: Vorstandsvorsitzender Olav von Lehmden kaufte über die Lehmden Beteiligungs GmbH außerbörslich 64.500 EnviTec-Aktien im Gegenwert von 755.601,93 Euro. Pro Aktie zahlte die Beteiligungs GmbH 11,71 Euro. Bereits im März stockte die Beteiligungs GmbH 20.000 Aktien im Gegenwert von 232.350 Euro auf.
Aus dem Börsengang 2007 verkaufte von Lemden mehr als eine Million Aktien zu 47 Euro. Die er, wie es scheint alle zu niedrigeren Kursen wieder einsammelt. Vor Steuern kein schlechter Deal.
Der Kurs des Biogas-Anlagenbauers war zu letzt unter Druck. Die Firma ist bilanziell sehr solide. Könnte sein, dass 2010 ein besseres Jahr wird, weil Versorger versuchen dezentrale Energiequellen aufzubauen.
10.Mai: Joel Saveuse, seit 2008 Vorstand der Metro AG, steigt groß ein. Am 5. Mai kaufte der gebürtige Franzose 8800 Metro-Akten im Gesamtwert von 399.080 Euro. Bekannt geworden durch die Sanierung der Problemtochter Real, ist Saveuse jetzt auch für das Großhandelsgeschäft von Metro zuständig. Dort kämpft der Handelskonzern gegen rückläufige Margen. Gelingt dem 56jährigen auch dort der Turnaround, dürfte auch seine Aktienposition an Wert gewinnen.
10. Mai: Über die LJH-Holding erhöht Wolff Lange Aufsichtsrat von Jungheinrich den Anteil am Gabelstapler-Hersteller und Logistikdienstleister. Von Ende März bis Ende April erwarb die LJH-Holding insgesamt 30.000 Jungheinrich-Aktien zu Preisen von 16,98 Euro bis 17,98 Euro. Insgesamt wurden 529.143 Euro investiert.
Am Mittwoch den 12. Mai gibt das Unternehmen die Zahlen für das erste Quartal bekannt. Das derzeitige Kursniveau könnte ein interessante Einstiegsmöglichkeit sein.
7. Mai: Einen ungünstigen Zeitpunkt erwischte Helmut Wirtz, Aufsichtsrat bei Aurubis, dem führenden Kupferveredler in Europa. Der IG-Metallfunktionär trennte sich am 7. Mai von 2000 Aurubis-Aktien zu einem Kurs von 34 Euro. Ende April notierte die Aktie noch bei Kursen über 40 Euro. Und nach dem Verkauf stieg der Wert unmittelbar wieder auf über 37 Euro an.
Bildquellen: Deutsche Telekom