08.12.2012 06:00
Bewerten
 (0)

Deutschland: Pleiten auf Tiefstand

Pleiten auf Tiefstand
Insolvenzen
Insolvenzen waren 2012 rückläufig. Dies stellte den dritten Rückgang in Folge dar.
€uro am Sonntag

von Redaktion Euro am Sonntag

Die Zahl der Firmenpleiten in Deutschland sinkt in diesem Jahr auf den tiefsten Stand seit Beginn der Finanzkrise. Es seien rund 29.000 Insolvenzen zu erwarten und damit etwa 3,6 Prozent weniger als im vorigen Jahr, teilte das Statistische Bundesamt mit. Das wäre der dritte Rückgang in Folge. Die Zahl läge damit auf dem Niveau von 2007. Da die Firmenpleiten der Konjunktur üblicherweise einige Monate hinterherhinken, erwarten Experten wegen der aktuellen Flaute für 2013 einen Anstieg. Die Wirtschaftsauskunftei Creditreform rechnet für das kommende Jahr mit rund 30.500 Firmeninsolvenzen. Von Januar bis September meldeten sich den Statistikern zufolge 21.800 Firmen bei den Amtsgerichten als überschuldet oder zahlungsunfähig. Dies waren 4,6 Prozent weniger als vor Jahresfrist. „Wir gehen trotz des aktuellen Rückgangs davon aus, dass sich zum Jahresende die Zahl der Unternehmensinsolvenzen noch erhöhen wird“, sagte der Vorsitzende des Insolvenzverwalterverbands (VID), Christoph Niering. „Es ist absehbar, dass sich der schwächelnde Export in der Eurozone auf die heimische Wirtschaft auswirkt.“ Die finanziellen Reserven vieler Firmen seien nicht allzu groß. „Auch weil die Margen in vielen Schlüsselbranchen wie Auto äußerst gering sind“, sagte Niering. 

Bildquellen: istock/Brian Jackson, MPanchenko / Shutterstock.com
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Unterschätzte Aktienperlen
Peter Lynch wurde als Fondsmanager des Magellan Fonds zu einer Legende. Er erzielte im Zeitraum 1977 bis 1990 eine durchschnittliche jährliche Rendite von 29,2%. Eines seiner Erfolgsgeheimnisse: Lynch setzte auf einfache und verständliche Geschäftsmodelle und bevorzugt dann, wenn sie für die meisten anderen Börsianer als langweilig erschienen. In der neuen Ausgabe des Anlegermagazins werden drei Unternehmen vorgestellt, die solche unterschätzte Aktienperlen sein könnten.

Heute im Fokus

DAX schließt im Minus -- Türkei bringt sich als Deutsche-Bank-Käufer ins Spiel -- Commerzbank: 10.000 Stellen weg? -- Opec einigt sich auf Fördergrenze -- Air Berlin im Fokus

Lufthansa-Aktie schwächster DAX-Wert: Air Berlin-Deal und Ölpreisrally belasten. Deutsche Arbeitslosenquote im September leicht rückläufig. SAP investiert in neue Produkte für vernetzte Firmen. Institut: London soll Schweigen über Brexit lüften. VW-Chef Müller macht sich Sorgen über US-Strafzahlungen.
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
Jetzt durchklicken
Lohnt sich die Rente
Jetzt durchklicken
Das sind die reichsten Nichtakademiker in Europa
Jetzt durchklicken

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Umfrage

Kanzlerin Merkel will der Deutschen Bank im Streit mit der US-Justiz nicht helfen. Was halten Sie von dieser Einstellung?