28.02.2013 07:01
Bewerten
(0)

Interessenten für Nürburgring - Kein reicher Scheich dabei

DRUCKEN
    MAINZ (dpa-AFX) - Eine ganze Reihe von Interessenten will den insolventen Nürburgring kaufen. "Wir haben schon etwa 30 bis 50 Interessenbekundungen bekommen. Fünf bis zehn davon sind sehr interessant", sagte der Sprecher der Sanierer, Pietro Nuvoloni. Sachwalter Jens Lieser betonte: "Es ist kein Oligarch oder reicher Scheich darunter, der eine Privatrennstrecke will, sondern alle haben eine Beziehung zum öffentlichen Rennsport."

    Der europaweite Verkaufsprozess starte Ende März oder Anfang April mit Anzeigen in großen Tageszeitungen. In der Überlegung seien Bedingungen wie etwa die Pflicht zur Öffnung der Rennstrecke an einer bestimmten Zahl von Tagen im Jahr für Breitensport, erklärte Lieser. In einem zweistufigen Verfahren könnten sich Interessenten informieren und Angebote abgeben - auch nur für Teile des Rings. Möglicherweise erbrächten mehrere Teilverkäufe eine höhere Geldsumme als die komplette Veräußerung.

    "Wir sind überzeugt, dass man mit dem Nürburgring Geld verdienen kann", sagte Nuvoloni. Lieser fügte hinzu: "Sein Mythos ist weltweit einzigartig. Unternehmen und Konsortien können über den Nürburgring ihre Produkte bekanntmachen."

    Der Verkauf des Rings soll im Einklang mit EU-Recht laut Lieser möglichst noch dieses Jahr über die Bühne gehen. Denn 2014 sei mit einer Forderung der EU-Kommission von bis zu 480 Millionen Euro zu rechnen: Diese prüft möglicherweise illegale staatliche Beihilfen für die Rennstrecke.

    "Der Verkauf muss vorher abgeschlossen sein, sonst droht nach einer Beihilfe-Entscheidung die Schließung des Nürburgrings", sagte Lieser. Vertragspartner des Nürburgrings wie Lieferanten, Dienstleister und Veranstalter forderten für 2014 Rechts- und Planungssicherheit.

    Offen ließ der Jurist die Frage, ob die vom Land Rheinland-Pfalz wegen ausstehender Zahlungen gekündigten Pächter Jörg Lindner und Kai Richter erneut ihren Hut in den Ring werfen. "Sie wären für uns Interessenten wie jede anderen. Wir haben keine Vorbehalte." Nach der Kündigung des Betriebspachtvertrags im Februar 2012 war es zu einem Dauerstreit zwischen Pächtern und Land über ausstehende Pachtzahlungen gekommen. Das führte letztlich zur Insolvenz der staatlichen Besitzfirma.

    Mit Blick auf die rund 300 Beschäftigten des Nürburgrings sagte Lieser, dass der Nürburgring auf qualifizierte Mitarbeiter angewiesen sei und daher ihre Absicherung anstrebe, wenn ein Investor komme. "Der Weg dahin ist aber noch unklar." Die Gewerkschaft Verdi fordert eine Beschäftigungsgarantie bis 2016.

    Dass nach langer Zitterpartie die Formel 1 am 7. Juli doch wieder in der Eifel ihre Runden dreht, bezeichnete Lieser als "ein entscheidendes Lebenszeichen. Weltweit lebt der Mythos Nürburgring damit weiter."/jaa/DP/kja

Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

The rise of Tiger and Dragon: Die besten Aktien aus China!

China ist das Bevölkerungsreichste Land der Erde. Mit einem zuletzt gemeldeten Wirtschaftswachstum von fast 7 % im 1. Halbjahr 2017 ist das Land auf bestem Wege, das eigene Wachstumsziel zu übertreffen. Erfahren Sie im neuen Anlegermagazin, bei welchen chinesischen Aktien vielversprechende Zukunftsaussichten bestehen und warum.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Heute im Fokus

Euro fällt unter 1,18 Dollar: DAX legt zu -- Nach Apple-Keynote: iPhone 6 so günstig wie nie -- Commerzbank: Jahresprognose mit niedrigem Gewinn steht --thyssenkrupp, Amazon, Tesla im Fokus

Analysten sehen Kupferglanz bei Aurubis eingetrübt. Nach der Wahl ist Zahltag: Der künftige Bundestag wird wohl deutlich teurer. Französische Regierung stimmt angeblich Zugfusion von Siemens und Alstom zu. Merck-Aktie legt deutlich zu: UBS-Empfehlung schiebt an.

Top-Rankings

KW 38: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
KW 38: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
KW 37: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Der CEO von Allianz, BMW oder doch Daimler?
Diese Manager lieben die Deutschen
Das sind 2017 bislang die größten Verlierer in Buffetts Depot
Welche Aktie enttäuschte bisher am meisten?
Bizarre Steuereinnahmen
Das sind die bizarrsten Steuereinnahmen der Welt
Nicht nur schön und talentiert
Diese Frauen haben in Hollywood am meisten verdient
Diese Banken wurden für die Finanzkrise am härtesten bestraft
Welche Bank zahlte am meisten?
mehr Top Rankings

Umfrage

Angela Merkel kann zwar voraussichtlich vier weitere Jahre regieren - aber nur mit dem größten Verlust in der Geschichte ihrer Union. Hätten Sie sich einen neuen Kanzler gewünscht?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
BYD Co. Ltd.A0M4W9
Daimler AG710000
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
Deutsche Bank AG514000
Apple Inc.865985
CommerzbankCBK100
Bitcoin Group SEA1TNV9
Nordex AGA0D655
Deutsche Telekom AG555750
AlibabaA117ME
E.ON SEENAG99
Allianz840400
TeslaA1CX3T
BASFBASF11
EVOTEC AG566480