21.01.2013 11:56
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Aurelius-Chef: Auch 2013 soll die Dividende steigen

Interview: Aurelius-Chef: Auch 2013 soll die Dividende steigen | Nachricht | finanzen.net
Interview
Die Gerüchteküche brodelt, denn den Anlegern könnte eine dicke Dividende ins Haus stehen. Aurelius-CEO Dr. Dirk Markus über das Geschenk an die Aktionäre und warum es nicht das geplante Wachstum zu stark einschränkt.
Obwohl AURELIUS den Umsatz von geschätzten 1,5 Milliarden Euro auf 5 Milliarden Euro mehr als verdreifachen will, halten sich hartnäckige Gerüchte am Markt, dass es für das vergangene Jahr eine Dividende von 2 (+ 2 Euro Bonus) Euro geben könnte. Dies würde eine Dividendensumme von 38,4 Millionen Euro bedeuten. Auch für AURELIUS ist dies ein „Schluck aus der Pulle“ und wäre die höchste Ausschüttung in der Unternehmensgeschichte.

Herr Dr. Markus, ein sehr erfolgreiches Jahr liegt hinter AURELIUS und Sie haben angekündigt, dass dem guten 2012 ein noch besseres 2013 folgen soll. Haben Sie entsprechend auf das neue Jahr angestoßen?
Dr. Dirk Markus: Die Weihnachtsfeier ging diesmal bis morgens um 6, und natürlich haben wir dabei auch intensiv auf das erfolgreiche Jahr 2012 angestoßen. 2013 wird erst gefeiert, wenn wir es erfolgreich abgeschlossen haben.


AURELIUS-CEO Dr. Dirk Markus

AURELIUS: Der Umsatz der Holding soll mittelfristig von 1,5 auf 5 Milliarden Euro steigen





Langfristig haben Sie sich ja selbst ein Umsatzziel von 5 Milliarden Euro pro Jahr gesetzt, was bedeutet das für ein Finanzierungsvolumen, das Sie dazu benötigen?
Das hängt davon ab, wie viele Unternehmen wir zu welchem Preis in den nächsten Jahren kaufen können. Die richtige Auswahl ist dabei entscheidend. Wir werden nicht blind dazukaufen nur um unser Ziel von 5 Milliarden Euro möglichst schnell zu erreichen. Das benötigte Kapital werden wir durch die Gewinne unserer Töchter und natürlich durch erfolgreiche Verkäufe generieren.

Und wie viele neue Projektmanager müssen Sie dafür neu einstellen und wie erhöhen sich dadurch die Personalkosten?
Wir werden mittelfristig personell weiter aufstocken müssen. Welche Spezialisten wir uns ins Boot holen hängt jedoch davon ab, welche Unternehmen wir kaufen. Höhere Personalkosten werden die Holding nicht negativ belasten, da diese generell durch eine Umlage finanziert werden.

Sie sagen zwar, dass Krisenzeiten günstige Perioden wären, um preisgünstig Unternehmen unter dem Buchwert einzukaufen, aber finden Sie wirklich genug Targets?
Ja, unsere Pipeline ist nach wie vor gut gefüllt. Vor allem Großkonzerne werden sich in den nächsten Jahren weiter von Randaktivitäten trennen. Wir haben zu diesen ein gutes Netzwerk. Dank unserer Erfolge haben diese inzwischen ein großes Vertrauen in unsere Arbeit gewonnen und sehen uns als verlässlichen Partner. Die eigentliche Aufgabe ist es, die Rohdiamanten unter den vielen uns angebotenen Unternehmen zu finden.

Wie viele Unternehmen müssen Sie prüfen, bis Sie sich zum Kauf entschließen?
Nur eines, wenn es das richtige ist. Um es zu finden, beschäftigen wir derzeit 15 M&A-Experten, die sich pro Jahr mit mehreren hundert Angeboten intensiv auseinander setzten. Von diesen sind rund 50 Unternehmen so interessant, dass wir sie genauer analysieren und einer Due Dilligence unterziehen. 2012 haben wir so sieben Unternehmen herausgefiltert und gekauft.

Wie hoch ist die Trefferquote bis Sie ein wirklich gutes Investment wie Schabmüller oder Consinto an Bord gezogen haben?
Eine Vervielfachung des Unternehmenswertes wie bei unseren letzten Verkäufen ist immer unser Ziel. Aber dabei können wir natürlich nicht immer eine Vervielfachung wie beim Verkauf von Schabmüller erwarten, wo wir unser eingesetztes Kapital um den Faktor 22 vermehrt haben. Unser derzeitiges Portfolio enthält noch weitere Perlen und unsere Akquisitionsstrategie orientiert sich an diesen Zielen. Aber ohne Frage freuen wir uns auch, wenn wir den Unternehmenswert einer Tochter langfristig „nur“ verdoppeln oder verdreifachen.


Investitionen in Agro-Chemieanlagen sind bevorzugte Investments der Mittelstandsholding AURELIUS





Was sind derzeit Ihre Sorgenkinder und wie viel Sanierungsaufwand benötigen Sie für diese Beteiligungen noch, um diese in die schwarzen Zahlen zu bringen?
Unser bekanntestes Sorgenkind ist HanseYachts. Die Nachfrage für edle Segelboote hat sich im Zuge der konjunkturellen Unsicherheit und der Krise in den Mittelmeerländern weltweit halbiert. Wir haben das Unternehmen mit zusätzlichen Mitteln ausgestattet und hoffen, dass uns hier irgendwann auch die Konjunktur wieder etwas zu Hilfe kommt.

In welcher Bandbreite kann Umsatz und Ergebnis im laufenden Jahr in etwa liegen, wenn Sie konservativ vorgehen?
Ohne Berücksichtigung von Käufen und Verkäufen, die einfach schwer planbar da von externen Abhängig sind, werden wir auch dieses Jahr beim Umsatz weiter in Richtung der zwei Milliarden Euro zulegen. Und auch das operative Ergebnis sollte sich entsprechend weiter verbessern.

Bleibt dann die Dividende bei 2 Euro für 2013?
Gehen Sie davon aus, dass sie steigen wird. Wir haben versprochen, dass wir unseren Aktionären eine leicht wachsende Basisdividende und bei guten Verkaufsergebnissen zusätzlich eine Sonderdividende zahlen werden, und dieses Versprechen wird gehalten. Gerade in der derzeitigen Phase extrem niedriger Zinsen ist ein regelmäßiger Kapitalrückfluss für unsere Aktionäre von besonderer Bedeutung. In Abhängigkeit der kommenden Unternehmensverkäufe, planen wir dann auch für die kommenden Jahre wieder einen Sonderbonus auszuschütten.

Haftungsausschluss/Disclaimer: Das aktuelle Interview dient ausschließlich zu Informationszwecken. Die Meinungen und Aussagen der Interviewpartner spiegeln nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder, sondern ausschließlich diejenige des Interviewpartners. Das Interview ist keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren.
Für Richtigkeit und Vollständigkeit der Informationen sowie für Vermögensschäden wird keinerlei Haftung übernommen.

Bildquellen: Robert Brembeck

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