Beim Augenoptiker Fielmann stehen die Zeichen auf Wachstum. Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben bereits heute Marktführer in Deutschland und einer der größten Augenoptiker Europas. Die Gesellschaft schätzt, dass in Deutschland nahezu jede zweite verkaufte Brille von Fielmann stammt. Doch damit nicht genug, denn in der aktuellen Wirtschaftskrise sieht der Konzern eine klare Chance für den Ausbau der eigenen Marktposition und will daher weiter expandieren. Allein für dieses Jahr plant Fielmann 25 neue Geschäftsstellen im In- und Ausland und schließt auch zusätzliche Akquisitionen zur Forcierung des Wachstums nicht aus. Die bisherige Strategie hat sich bereits ausgezahlt, denn im ersten Quartal konnte entgegen des allgemeinen Branchentrends ein Umsatzplus verbucht werden.
Die aktuelle Situation scheint dem Diskont-Brillenanbieter in die Karten zu spielen. Analysten schätzten, dass Fielmann pro Tag und Niederlassung rund 35 Brillen verkauft, während es die Konkurrenz im Durchschnitt nur auf zwei Brillen schafft. Das Geschäftsmodell des Augenoptikers zeigt sich vergleichsweise konjunkturunabhängig, da sich der Bedarf an Sehhilfen aufgrund der zunehmenden Überalterung der Bevölkerung kontinuierlich erhöht. Auch das veränderte Tätigkeitsumfeld vieler Menschen mit immer mehr Bildschirmarbeitsplätzen stimuliert die Brillennachfrage. Analog zur soliden Geschäftsentwicklung steigerte das Unternehmen innerhalb des letzten Jahres auch die Mitarbeiterzahl. Überwiegend positive Einschätzungen gab es zudem von Seiten vieler Analysten, die vor allem die stabile Finanzsituation und insbesondere die vergleichsweise hohen Kassenbestände schätzten.
Neben der fundamentalen Entwicklung zeigte sich auch der Aktienkurs bislang überdurchschnittlich solide. Während die Notierungen an den internationalen Märkten nach dem Jahr 2007 kollabierten, rutschte die Fielmann-Aktie nicht einmal unter das Zwischentief des Jahres 2006 bei rund 32,50 Euro. Ganz im Gegenteil, der Titel verzeichnete im Crash-Jahr 2008 per Saldo sogar Kursgewinne. Im Februar 2009 markierte die Aktie ein Allzeithoch, während der Referenzindex MDAX® mehr als 50 Prozent unter seinen Höchstkursen notierte. Damit nahm Fielmann zuletzt eine der Top Performance-Positionen im MDAX® ein. Einige Analysten führten allerdings an, dass die positiven Aussichten des Unternehmens bereits zu großen Teilen im Kurs berücksichtigt sein könnten.
Anleger, die dem Augenoptiker weiterhin solide Notierungen zutrauen, könnten sich für Diskontzertifikate interessieren. Bei diesen Produkten kann die Aktie mit einem Rabatt erworben werden. Im Gegenzug nehmen Anleger nur bis zum Höchstbetrag (Cap) an potenziellen Kurssteigerungen teil.
Gegenüber einer Direktanlage bieten Diskont-Zertifikate in seitwärts tendierenden oder leicht steigenden Märkten Vorteile. Sollten die Kurse dagegen fallen, bietet der Diskont einen gewissen Risikopuffer. So weist ein eher konservatives Zertifikat der Deutschen Bank (WKN: DB4 RTB) einen Puffer in Höhe von 29 Prozent sowie eine annualisierte Seitwärtsrendite von 9 Prozent auf. Etwas offensiver ist das Diskont-Zertifikat (WKN: DB4 TCZ) mit 10 Prozent Puffer und einer Maximalrendite von 30 Prozent pro Jahr. Notiert die Aktie am Ende der Laufzeit allerdings unter dem jeweiligen Höchstbetrag, erhalten Anleger die Aktie ins Depot geliefert; ein Kapitalschutz besteht nicht.
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