Die Infineon Technologies AG entwickelt, fertigt und vermarktet eine breite Palette von Halbleiterprodukten sowie kompletten Systemlösungen. Allerdings war die Gesellschaft dabei in der jüngeren Vergangenheit wirtschaftlich nicht besonders erfolgreich. Erst im März 2009 musste der Titel nach anhaltenden Kursverlusten den Abstieg aus dem DAX® in den TecDAX® hinnehmen.
Doch Ende Juni überraschte das Unternehmen mit einer Anhebung der Prognosen. Das Management rechnet damit, dass sich das Segmentergebnis im laufenden Quartal insgesamt in Richtung Gewinnschwelle bewegt. Zudem wird eine Umsatzsteigerung von mehr als zehn Prozent gegenüber dem Vorquartalswert erwartet. "Trotz der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der angespannten Lage des Halbleitermarktes wird sich unser Ergebnis in Richtung Break-Even entwickeln", sagte Infineon-Chef Peter Bauer. Neben dem Erfolg im operativen Geschäft haben auch Kostensenkungen sowie ein striktes Cash-Management zu den besseren Aussichten beigetragen, so Bauer weiter.
Im Anschluss an die Prognoseerhöhung gab es viele Analystenkommentare, in denen vermutet wurde, dass sich das allgemeine Geschäftsumfeld für die Halbleiterbranche verbessern könnte. Abzuwarten bleibt allerdings, ob sich die langfristigen Aussichten für die Gewinnmargen ebenfalls aufhellen. Denn gerade die mangelnde Profitabilität war ein Problem, das Infineon schon seit längerer Zeit begleitet hat.
Ab März 2009 ging es für die Infineon-Aktie nach einer langen Durststrecke jedenfalls wieder aufwärts. Der Titel entwickelte sich dabei deutlich besser als der TecDAX®. Wer der Aktie weiterhin steigende Notierungen zutraut und dazu einen Risikopuffer bevorzugt, könnte sich für Diskontzertifikate interessieren. Bei diesen Produkten kann die Aktie mit einem Rabatt erworben werden. Im Gegenzug nehmen Anleger nur bis zum Höchstbetrag (Cap) an potenziellen Kurssteigerungen teil.
Eine vergleichsweise hohe Kurschance bietet das Zertifikat der Deutschen Bank (WKN: DB1 VTK), das einen Puffer in Höhe von 2,61 Prozent sowie eine annualisierte Seitwärtsrendite von 5,60 Prozent aufweist. Anleger könnten also bereits dann einen Gewinn einfahren, wenn die Aktie am Ende der Laufzeit per Saldo unverändert notiert. Sollten die Infineon-Kurse dagegen weiter ansteigen, so ist eine Partizipation bis zum Cap bei 4 Euro möglich, was dann einer deutlich höheren Rendite entsprechen würde. Notiert die Aktie am Ende der Laufzeit jedoch unter dem Höchstbetrag, erhalten Anleger die Aktie ins Depot geliefert; ein Kapitalschutz besteht nicht.
Diskont-Zertifikat auf Infineon
WKN DB1VTK
ISIN DE000DB1VTK6
Höchstbetrag (Cap) 4,00 Euro
Seitwärtsrendite p.a. 5,60 Prozent
Maximalrendite p.a. 135,23 Prozent
Rabatt 2,61 Prozent
Bezugsverhältnis 1:1
Laufzeit 17. Dezember 2009
Aktueller Kurs 2,43 Euro
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