06.02.2013 20:50

Senden

Irland will EZB noch am Abend von finanziellen Erleichterungen überzeugen - Kreise


   Von Eamon Quinn

   DUBLIN--Die irische Regierung will die Europäische Zentralbank mit einem schnellen Vorstoß von finanziellen Erleichterungen überzeugen. Ein Verhandlungsteilnehmer mit guten Drähten zur Regierung sagte, diese sei zuversichtlich, dass die EZB Irland schon bei ihrer am Abend beginnenden Ratssitzung entgegenkommen werde. Die Sitzung wird am Donnerstagmorgen fortgesetzt. EZB-Präsident Mario Draghi wird im Anschluss am frühen Nachmittag vor die Presse treten.

   Der Regierung geht es konkret um 32 Milliarden Euro für die beiden Pleite-Banken Anglo Irish und Irish Nationwide Building Society, die nicht mehr am Markt sind und deren Restbestände binnen zehn Jahren abgewickelt werden. Die 32 Milliarden kamen seinerzeit mit Sondergenehmigung der Europäischen Zentralbank von der irischen Zentralbank. Die irische Regierung muss nun diesen Kredit an die irische Notenbank zurückzahlen.

   Ohne eine Entgegenkommen sind es nach bisherigem Stand in den nächsten zehn Jahren jeweils 3,1 Milliarden Euro, die für Irland fällig werden. Deshalb wollte Finanzminister Michael Noonan die 32 Milliarden Euro ursprünglich in eine Regierungsanleihe mit einer Laufzeit von 40 Jahren umwandeln, was von der EZB abgelehnt wurde. "Jetzt geht es um eine Anleihe mit einer Laufzeit von 15 Jahren", sagte der Insider.

   Ein Abkommen würde es dem Euromitglied leichter machen, sich wieder aus eigener Kraft an den Finanzmärkten zu refinanzieren, weil der Schuldendienst geringer ausfallen würde. Ende des Jahres werden die letzten Raten aus dem EU-Hilfsprogramm an Dublin überwiesen.

   Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com

   DJG/DJN/chg/jhe

   (END) Dow Jones Newswires

   February 06, 2013 13:47 ET (18:47 GMT)

   Copyright (c) 2013 Dow Jones & Company, Inc.- - 01 47 PM EST 02-06-13

Kommentare zu diesem Artikel

Geben Sie jetzt einen Kommentar zu diesem Artikel ab.
Kommentar hinzufügen

ANZEIGE

Private Krankenversicherung Tarifvergleich

Anzeige

ANZEIGE

Die 5 beliebtesten Top-Rankings






Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Albig hat mit einer Forderung nach einer Sonderabgabe für Straßen für Aufsehen gesorgt.
Wenn so endlich die deutschen Straßen und Brücken saniert werden, wäre eine solche Abgabe zu unterstützen.
Die Regierung sollte endlich lernen, mit den bestehenden Einnahmen auszukommen.
Eine solche Abgabe berücksichtig weder den Umfang der Straßennutzung noch die finanzielle Situation des einzelnen Autofahrers und wäre deshalb ungerecht.
Abstimmen