25.02.2013 19:35
Bewerten
(1)

Sorge an den Börsen wächst vor einem politischen Patt

Italien-Wahl: Sorge an den Börsen wächst vor einem politischen Patt | Nachricht | finanzen.net
Sorge an den Börsen wächst vor einem politischen Patt
Italien-Wahl
Ernüchterung an den Börsen nach der Italien-Wahl: DAX und andere europäische Aktienindizes haben am Montag wegen des unklaren Wahlausgangs bis Handelsschluss einen Teil ihrer zunächst kräftigen Kursgewinne wieder abgegeben.
Dem Euro-Krisenland droht eine Hängepartie um die Regierungsbildung. Unsicherheit gilt als Gift für die Märkte.

    Besonderes Augenmerk der Anleger galt dem Abschneiden des Mitte-Rechts-Bündnis unter Ex-Premier Silvio Berlusconi. Der Politiker hatte im Wahlkampf unter anderem Steuersenkungen im großen Stil angekündigt und Euro-feindliche Töne angeschlagen. Bei einem eindeutigen Wahlsieg Berlusconis war ein Wiederaufflammen der Euro-Schuldenkrise befürchtet worden. Aus rein ökonomischer Sicht sei ein politisches Patt unglücklich, aber kein Desaster, erklärte der Chefvolkswirt der Berenberg Bank, Holger Schmieding. Eine radikale Umkehr der Reformen des scheidenden Ministerpräsidenten Mario Monti scheine derzeit unwahrscheinlich.

GEWINNE IM DAX BRÖCKELN

    Erste Hochrechnungen sahen eine Senatsmehrheit für das Mitte-Rechts-Bündnis des umstrittenen Berlusconi. Im Abgeordnetenhaus lag nach einer ersten Hochrechnung dagegen das Mitte-Links-Bündnis unter Pier Luigi Bersani vorn.

    Die Gewinne des Dax bröckelten bis Handelsschluss massiv ab. Nach seinem Tageshoch bei 7860 Punkten schloss das wichtigste deutsche Börsenbarometer mit einem Plus von 1,45 Prozent auf 7773,19 Punkte. "Die Italienwahl hat für ein kräftiges Hin und Her an den Börsen gesorgt", sagte ein Händler. Auch der Eurostoxx 50 (EuroSTOXX 50) gab einen Teil seiner Zuwächse ab. In Italien ging der FTSE MIB mit plus 0,73 Prozent aus dem Tag, nachdem er zeitweise um vier Prozent zugelegt hatte. An den US-Börsen ging es wegen Sorgen um den Wahlausgang in Italien abwärts. An der Wall Street lag der Dow Jones Industrial (Dow Jones) nach Börsenschluss in Europa leicht im Minus.

EURO MUSS FRÜHE GEWINNE WIEDER ABGEBEN

    Der Euro geriet am Nachmittag unter Verkaufsdruck und musste die frühen Gewinne wieder abgeben. Am späten Nachmittag fiel die Gemeinschaftswährung zeitweise auf ein Tagestief bei 1,3159 US-Dollar und stand zuletzt bei 1,3187 Dollar. Gegen Mittag war der Euro noch bis auf 1,3319 Dollar geklettert, nachdem er am frühen Morgen bei 1,3190 Dollar stand.

    Auch am Anleihemarkt machte sich Nervosität bemerkbar. Die Risikoaufschläge für italienische Staatsanleihen - die Prämie, die Investoren gegenüber deutschen Staatstiteln verlangen - stiegen. Deutsche Bonds gelten als risikoscheuen Anlegern in der Euro-Schuldenkrise als sicherer Hafen. Bei einer Anleihe-Auktion am Vormittag musste Italien bereits am Vormittag gestiegenen Zinsen zahlen./mar/DP/jkr

FRANKFURT/ROM (dpa-AFX) -
Bildquellen: Samot / Shutterstock.com, 360b / Shutterstock.com
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Jungheinrich - Professioneller Hochstapler!

Intralogistik-Lösungen sind gefragt wie nie. Denn mit moderner Logistik-Infrastruktur lassen sich nicht nur erhebliche Kostensenkungen und Effizienzsteigerungen realisieren, sondern sie bildet die perfekte Ergänzung für "Industrie 4.0". Warum Jungheinrich eine der interessantesten Storys in diesem Segment bietet lesen Sie im aktuellen Anlagermagazin des Börse Stuttgart Anlegerclubs.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Heute im Fokus

DAX schließt schwächer -- Dow Jones endet im Plus -- US-Notenbank: Nächste Zinserhöhung dürfte 'bald' kommen -- Vonovia dank Übernahme mit Gewinnsprung -- Tiffany, Rocket Internet, GfK-Index im Fokus

Bieterkrieg bei Stada wohl abgeblasen. Moody's stuft China erstmals seit 1989 ab. Keine Machtübernahme von Investorenfamilie Hastor bei Grammer. Elon Musk lässt aufhorchen: Werden Teslas zu Wlan-Hotspots? MediGene-Aktie springt kräftig an. EZB sieht in möglicher Korrektur am Anleihenmarkt eine Gefahr. Glencore erwägt Kauf des Rivalen Bunge.

Top-Rankings

KW 21: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
KW 20: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
Berufe die auch eine Rezession überstehen
Welche bieten am meisten Sicherheit?

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Diese Aktien hat Warren Buffett aktuell im Depot
Die Top-Positionen von Warren Buffett (März 2017)
Bestbezahlte Praktikantenstellen
Welches Unternehmen bietet am meisten?
Metropolen der Superreichen
In diesen Städten leben die meisten Milliardäre
Das verdienen die Chefs der Notenbanken
Wie hoch sind ihre Gehälter?
Aktion Frühjahrsputz: Die unsinnigsten Subventionen der Bundesregierung
So werden Steuergelder verschwendet
mehr Top Rankings

Umfrage

Der Bitcoin bleibt auf Rekordkurs und stieg erstmals über 2.000 US-Dollar. Haben Sie auch schon mal Geschäfte mit der Digitalwährung gemacht?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Daimler AG710000
Deutsche Bank AG514000
CommerzbankCBK100
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
Apple Inc.865985
Deutsche Telekom AG555750
E.ON SEENAG99
MediGene AGA1X3W0
BASFBASF11
BMW AG519000
Allianz840400
EVOTEC AG566480
MorphoSys AG663200
Infineon AG623100
Nordex AGA0D655