TOKIO (Dow Jones)--Die Ratingagentur Moody's rechnet durch die Erdbebenkatastrophe in Japan mit hohen Schäden für Versicherer und Rückversicherer weltweit. Dies werde in beiden Branchen zu negativen Auswirkungen auf die Kreditwürdigkeit führen, teilte Moody's Investors Service am Montagvormittag mit.
Die endgültige Summe der versicherten Schäden und welche Konzerne diese tragen müssten, hänge von der Art der Versicherung ab - die Erdbebenrisiken in Wohngebieten werden von einem staatlichen Versicherungsprogramm abgedeckt, die der Unternehmen nicht -, von der Höhe der abgeschlossenen Rückversicherung sowie der Struktur von Rückversicherungsprogrammen. Als weitere unbekannte Größe bezeichnete die Agentur mögliche Betriebsunterbrechungsschäden durch Beschädigung der Elektrizitäts- und Transportinfrastruktur.
"Die Bewertung der Schadensansprüche wird ein langwieriger Prozess werden, da die Größe und der Umfang des Ereignisses die Ressourcen der Versicherer zur Schadensregulierung erheblich belasten wird", hieß es. "Zudem dürften die Nachbeben noch wochenlang anhalten und zu weiteren Versicherungsschäden führen."
Am Freitag hatte ein Beben der Stärke 9,0 vor der nordöstlichen Küste Japans das Land erschüttert. Im Anschluss an das stärkste bisher in Japan registrierte Erdbeben war eine meterhohe Flutwelle über das Land gerollt und hinterliess eine Spur der Verwüstung. Tausende Menschen starben bei der Katastrophe, mehrere Tausend werden vermisst.
Laut Moody's dürften die globalen Rückversicherer auf nominaler Basis die höchsten Schadensansprüche verzeichnen, darunter Munich Re, Swiss Re, und Hannover Rück, sowie die französische SCOR und die Berkshire Hathaway Reinsurance aus dem Unternehmensgeflecht des US-Multimilliardärs Warren Buffet.
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March 14, 2011 06:44 ET (10:44 GMT)
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