Altenholz (aktiencheck.de AG) - Der Glücksspielspezialist JAXX AG (JAXX SE) hat im ersten Quartal einen Ergebnisanstieg ausgewiesen.
Wie aus einer am Donnerstag veröffentlichten Pressemitteilung hervorgeht, lag die Bruttogesamtleistung des JAXX-Konzerns, die mit dem bislang ausgewiesenen Umsatz vergleichbar ist und die Wetteinsätze einschließt, mit 42,3 Mio. Euro um 32,2 Prozent über dem Vorjahreswert. Die Umsatzerlöse aus fortgeführten Geschäftsbereichen, die nun ausschließlich den Hold (Wetteinsatz abzgl. Gewinnauszahlungen), Provisionen, Handling Fees und sonstige Erlöse umfassen, stiegen um 20 Prozent von 12,1 Mio. Euro auf 14,5 Mio. Euro.
Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) aus fortgeführten Geschäftsbereichen hat sich im Wesentlichen aufgrund der erhöhten Marketingaufwendungen von 547.000 Euro auf 193.000 Euro verringert. Wie der Konzern weiter ausführte, waren die Analystenschätzungen hier zunächst von einem noch negativen Ergebnis ausgegangen.
Das Konzernergebnis lag in den ersten drei Monaten bei 76.000 Euro. Im Vorjahr erzielte der JAXX-Konzern ein leicht negatives Ergebnis in Höhe von -81.000 Euro.
Aus wirtschaftlicher Sicht geht der Vorstand unverändert davon aus, das Geschäftsjahr 2011 bei einer Bruttogesamtleistung zwischen 170 und 200 Mio. Euro mit einem positiven EBIT zwischen 1,0 und 2,0 Mio. Euro abschließen zu können.
Allerdings werden die kommenden Monate nach Ansicht von JAXX erneut von der politischen Debatte über die Zukunft des deutschen Glücksspielmarkts geprägt sein. Vieles hänge davon ab, ob der schleswig-holsteinische Gesetzentwurf wie geplant noch vor der parlamentarischen Sommerpause verabschiedet wird und es der Landesregierung gelingt, andere Bundesländer von ihrem Modell zu überzeugen. Dass das schleswig-holsteinische Modell mit EU-Recht vereinbar ist, wurde unlängst durch die positive Reaktion der EU-Kommission auf die Notifizierung deutlich, so der Konzern: Aus europarechtlicher Sicht bestehen Konzernangaben zufolge keine Bedenken gegen den Gesetzentwurf aus Schleswig-Holstein. Nach derzeitigem Diskussionsstand sei allerdings davon auszugehen, dass die übrigen fünfzehn Länder an ihren Eckpunkten zunächst festhalten und den Gesetzgebungsprozess auf dieser Basis anstoßen werden - obwohl das Modell mit Netzsperren, unrealistischen Steuersätzen und einer willkürlichen Lizenzanzahl offensichtlich gegen EU- und Verfassungsrecht verstoße.
Die Aktie von JAXX notiert aktuell mit einem Plus von 0,58 Prozent bei 1,40 Euro. (12.05.2011/ac/n/nw)