FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Optikhersteller Jenoptik (
JENOPTIK) blick zuversichtlich auf das kommende Jahr: "Wir sind gut positioniert. 2013 sehen wir grundsätzlich positiv. Der Umsatz bleibt mindestens stabil", sagte der Vorstandsvorsitzende Michael Mertin der "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung". Die Krise spüre Jenoptik vor allem in der Optik-Sparte. "Da spüren wir Druck und das wird Anfang 2013 noch andauern".
Die gerade beschlossene Zusammenlegung der Werke in Essen und Wedel solle nicht zu Personalabbau führen. "Es soll kein Personal in Deutschland abgebaut werden. Im Gegenteil: Wir wollen 2013 weltweit neue Stellen schaffen", sagte Mertin. Er kündigte zudem an, die Sparte Verteidigung & Zivile Systeme, die bisher sehr national ausgerichtet ist, zu internationalisieren. "Wir verkaufen unter anderem Aufklärungsgeräte und die Energieversorgungssysteme für Militärtechnik, etwa Patriot-Abwehrraketen. Dort haben wir uns weltweit Anerkennung erworben, die wir nun für die Internationalisierung dieses Geschäftsbereichs nutzen wollen. Die wird Ausfälle durch Budgeteinsparungen ausgleichen."
Zuerst wolle man in Nordamerika expandieren. Dazu habe Jenoptik eine Tochtergesellschaft gegründet. "Später sollen Korea, Malaysia und Israel folgen. Das Sicherheitsbedürfnis ist dort sehr ausgeprägt." Für die Sparte strebt Mertin ein Wachstum unter dem Konzerndurchschnitt von zehn Prozent an. "Die Erfolge sollen schon im Jahr 2014 sichtbar werden".
Mertin nannte zudem Details zum nahenden Jahresabschluss 2012. Das vierte Quartal laufe wie erwartet. "Ich bin jetzt noch sicherer, dass wir unsere Jahresprognose erreichen werden. Beim Umsatz werden wir die zehn Prozent Zuwachs nicht ganz schaffen, aber gut in der Range von fünf bis zehn Prozent liegen. Den operativen Ebit-Gewinn erwarten wir mit 50 bis 55 Millionen Euro." Für 2012 will er abermals eine
Dividende zahlen: "Wir bleiben ein Wachstumstitel. Wenn das Wachstum aber finanziert ist, dann wollen wir auch weiter ausschütten. Wir streben für 2012 eine Kontinuität der Dividendenpolitik an.", sagte Mertin./he