DAX7.996-2,5%  Dow15.112-1,4%  Euro1,3200-0,7% 
ESt502.617-2,5%  Nas3.443-1,1%  Öl104,0-1,6% 
TDax940,8-1,8%  Nikkei13.015-1,7%  Gold1.298-3,9% 

25.01.2013 15:27

Senden
JOBABBAU BESCHLOSSEN

Commerzbank: Betriebsrat läuft Sturm gegen Sparpläne

Commerzbank zu myNews hinzufügen Was ist das?


Der Betriebsrat der Commerzbank läuft gegen die Pläne der Konzernführung Sturm, 4.000 bis 6.000 Vollzeitstellen bis zum Jahr 2016 zu streichen.

Betriebsrat und Gewerkschaft laufen Sturm gegen die Pläne der Commerzbank zum Abbau von bis zu 6.000 Stellen. "Die Pläne sind für uns nicht einmal verhandelbar, da muss sich der Arbeitgeber erst einmal bewegen", sagte Uwe Tschäge, Gesamtbetriebsratschef und Aufsichtsratsvize des teilverstaatlichten Konzerns, der Zeitung "Die Welt" (Freitag).

Verdi-Bundesvorstandsmitglied Beate Mensch sagte am Freitag der Nachrichtenagentur dpa in Frankfurt: "Die Bank will mit weniger Leuten, die man schlechter bezahlt, die aber bei längeren Öffnungszeiten eine höhere Schlagzahl liefern, das Privatkundengeschäft nach vorne entwickeln. Ich weiß nicht, wie sich das Management das vorstellt."

Die Gewerkschaft hatte bereits am Donnerstag "entschiedenen Widerstand" gegen den "Kahlschlag" angekündigt. Mensch bekräftigte: "Wir halten dieses Gesamtkonzept für kontraproduktiv und nicht zukunftsweisend. Die Antwort auf Probleme im Privatkundengeschäft kann nicht Arbeitsverdichtung und niedrigere Bezahlung sein."

Die Commerzbank-Führung hatte den Gesamtbetriebsrat am Mittwoch über seine Pläne informiert, einen Tag später wurden die konkreten Zahlen öffentlich. 4.000 bis 6.000 Vollzeitstellen sollen bis zum Jahr 2016 gestrichen werden, nach Angaben der Gewerkschaft Verdi stehen allein in Deutschland bis zu 4.600 Stellen auf der Kippe. Erwogen wird zudem eine Verlagerung von Arbeit an kostengünstigere Standorte.

Einen Teil der verbleibenden Mitarbeiter will die deutsche Nummer zwei dem "Welt"-Bericht zufolge in niedrigere Tarifgruppen einstufen. Das hätte monatliche Gehaltseinbußen von mehreren hundert Euro pro Kopf zur Folge. "Gegen diese Pläne wird es von uns erheblichen Widerstand geben, aus unserer Sicht ist das ein klarer Tarifbruch", betonte Tschäge.

Nach Angaben von Gewerkschafterin Mensch ist geplant, für Standardprodukte sogenannte Beratungsassistenten einzusetzen, die dann schlechter bezahlt werden als die normalen Berater. "Es ist der Versuch, Tätigkeiten durch Standardisierung zu entwerten und dadurch billiger zu machen. Das führt zu einer Zwei-Klassen-Gesellschaft bei Beratern. Das tragen wir nicht mit", betonte Mensch.

Das Management hat vor allem das zuletzt sehr schwache Privatkundengeschäft im Visier. Dort gebe es "gemessen an unseren Aktivitäten und Erträgen deutliche Überkapazitäten", erklärte Personalvorstand Ulrich Sieber in einer internen Mitteilung.

Die Verhandlungen mit der Arbeitnehmerseite sollen im Februar beginnen. Dabei geht es auch um flexiblere Öffnungszeiten der Filialen und das Thema Samstagsöffnung. Mensch zeigte sich in diesem Punkt kompromisslos: "Wir halten Samstagsarbeit nicht für erforderlich und sinnvoll. Das zeigen die bisherigen Erfahrungen deutlich."

Privatkundenchef Martin Zielke hatte die Erwartung geäußert, bis spätestens Mitte des Jahres Klarheit über einen flexibleren Einsatz von Mitarbeitern zu haben. Zielke hatte auch angedeutet, der Stellenabbau könnte geringer ausfallen, wenn die Arbeitnehmer der Bank entgegenkämen - etwa beim Thema Öffnungszeiten der Filialen: "Je besser unser Angebot ist, je zufriedener unsere Kunden sind, umso stärker sind wir damit auf der Ertragsseite und umso weniger Personal müssen wir abbauen."

Tschäge sagte der "Welt": "Wir fühlen uns durch das Vorgehen brüskiert. Bereits über die Medien Druck aufzubauen, noch ehe man mit den zuständigen Gremien gesprochen hat, das gehört sich nicht."/ben/DP/stb

FRANKFURT (dpa-AFX)

Bildquellen: Julia Schwager/Commerzbank AG

Weitere Links:

Kommentare zu diesem Artikel

Geben Sie jetzt einen Kommentar zu diesem Artikel ab.
 Kommentar hinzufügen 

Nachrichten zu Commerzbank AG nach Kapitalherabsetzung

  • Relevant
    1
  • Alle
    2
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • Sprache:
  • Alle
  • DE
  • EN
  • Sortieren:
  • Datum
  • meistgelesen
Keine Nachrichten im Zeitraum eines Jahres in dieser Kategorie verfügbar.
Eventuell finden Sie Nachrichten, die älter als ein Jahr sind, im Archiv
DAX schließt schwächer - US-Börsen fällt deutlich zurück -- Huawei dementiert Pläne zur Übernahme von Nokia -- Fed setzt Anleihekäufe fort -- ThyssenKrupp im Fokus
Euro fällt nach Fed-Kommentaren. Bau der Elbphiharmonie kann weitergehen. Schäuble: Anleiheprogramm kann EZB-Unabhängigkeit gefährden. Schweizer Parlament lässt Gesetz zum US-Steuerdeal scheitern. Krisen-Gipfel der Koalition in Athen begonnen. Commerzbank streicht 5.200 Stellen bis 2016. » mehr
27.05.13
Halbherzige Resonanz auf Commerzbank-Kapitalerhöhung (Dow Jones)
27.05.13
Updates zu Commerzbank, Bayer, BASF, Praktiker und Sixt (dpa-afx)
29.05.13
Commerzbank sammelt mit Kapitalerhöhung 2,5 Milliarden Euro ein (Dow Jones)
22.05.13
Updates zu Apple, Bayer, Commerzbank, HSBC und METRO (dpa-afx)
19.06.13
Kurswunder: Die DAX-Dauerbrenner (finanzen.net)
10.06.13
Commerzbank sieht sich nicht als 'Billigheimer' (dpa-afx)
24.05.13
Commerzbank sehr schwach am letzten Tag des Bezugsrechtehandels (dpa-afx)
09.06.13
Updates zu Commerzbank, Deutsche Telekom, Gerry Weber und Hochtief (dpa-afx)
DAX schließt schwächer - US-Börsen fällt deutlich zurück -- Huawei dementiert Pläne zur Übernahme von Nokia -- Fed setzt Anleihekäufe fort -- ThyssenKrupp im Fokus
Euro fällt nach Fed-Kommentaren. Bau der Elbphiharmonie kann weitergehen. Schäuble: Anleiheprogramm kann EZB-Unabhängigkeit gefährden. Schweizer Parlament lässt Gesetz zum US-Steuerdeal scheitern. Krisen-Gipfel der Koalition in Athen begonnen. Commerzbank streicht 5.200 Stellen bis 2016. » mehr
27.05.13
Halbherzige Resonanz auf Commerzbank-Kapitalerhöhung (Dow Jones)
27.05.13
Updates zu Commerzbank, Bayer, BASF, Praktiker und Sixt (dpa-afx)
29.05.13
Commerzbank sammelt mit Kapitalerhöhung 2,5 Milliarden Euro ein (Dow Jones)
22.05.13
Updates zu Apple, Bayer, Commerzbank, HSBC und METRO (dpa-afx)
19.06.13
Kurswunder: Die DAX-Dauerbrenner (finanzen.net)
10.06.13
Commerzbank sieht sich nicht als 'Billigheimer' (dpa-afx)
24.05.13
Commerzbank sehr schwach am letzten Tag des Bezugsrechtehandels (dpa-afx)
09.06.13
Updates zu Commerzbank, Deutsche Telekom, Gerry Weber und Hochtief (dpa-afx)
Keine Nachrichten im Zeitraum eines Monats in dieser Kategorie verfügbar
Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen
Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen
vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden
Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
19.06.13Commerzbank verkaufenIndependent Research GmbH
14.06.13Commerzbank haltenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
13.06.13Commerzbank verkaufenJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
12.06.13Commerzbank haltenDeutsche Bank AG
07.06.13Commerzbank haltenExane-BNP Paribas SA
30.05.13Commerzbank kaufenBankhaus Lampe KG
15.05.13Commerzbank kaufenMerrill Lynch & Co., Inc.
14.03.13Commerzbank kaufenCredit Suisse Group
13.03.13Commerzbank kaufenequinet AG
15.02.13Commerzbank kaufenequinet AG
14.06.13Commerzbank haltenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
12.06.13Commerzbank haltenDeutsche Bank AG
07.06.13Commerzbank haltenExane-BNP Paribas SA
17.05.13Commerzbank haltenS&P Equity Research
16.05.13Commerzbank haltenGoldman Sachs Group Inc.
19.06.13Commerzbank verkaufenIndependent Research GmbH
13.06.13Commerzbank verkaufenJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
31.05.13Commerzbank verkaufenIndependent Research GmbH
22.05.13Commerzbank verkaufenBarclays Capital
22.05.13Commerzbank verkaufenNomura
Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Commerzbank AG nach Kapitalherabsetzung nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen
Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"

AKTIEN IN DIESEM ARTIKEL

ANZEIGE

Private Krankenversicherung Tarifvergleich

ANZEIGE

Die 5 beliebtesten Top-Rankings






Welche Rendite pro Jahr erwarten Sie von einem für Sie attraktivem Anlagezertifikat?
bis 2%
2% bis 4%
4% bis 6%
6% bis 8%
mehr als 8%
 Abstimmen