ZÜRICH (awp) - Die Schweizer Bank Julius Bär hat 2012 weiter kräftig Geld eingesammelt und ihr verwaltetes Vermögen auf einen Rekordwert gesteigert. Insgesamt seien dem Institut im vergangenen Jahr netto 9,7 Milliarden Franken zugeflossen, teilte Julius Bär am Montag mit. Die Neugeldrate lag am oberen Ende der ausgegebenen Zielspanne von vier bis sechs Prozent. Dank der Neugeldzuflüsse und des positiven Finanzmarktumfelds sei das verwaltete Vermögen zum Jahresende auf 189,3 Milliarden Franken gestiegen - elf Prozent mehr als im Vorjahr. Nach Aussage von Vorstandschef Boris Collardi ist dies ein neuer Höchststand.
Der Konzerngewinn stieg um 15 Prozent auf 298 Millionen Franken und übertraf damit die Analystenschätzungen. Die Aktionäre sollen für das abgelaufene Jahr eine Dividende von 0,60 Franken erhalten.
Die Integration des von der Bank of America übernommenen internationalen Vermögensverwaltungsgeschäfts von Merrill Lynch (IWM) sei "gut" auf Kurs, sagte Collardi in der Telefonkonferenz. Das verwaltete Vermögen wird dank dieser Übernahme noch einmal deutlich ansteigen. Laut einer am Montag veröffentlichten Präsentation rechnet Julius Bär damit, dass die IWM-Übernahme im laufenden Geschäftsjahr einen neutralen bis leicht negativen Effekt auf den Gewinn der Gruppe haben wird und im nächsten Jahr mindestens gewinnneutral ist. 2015 dürfte die Übernahme den Gewinn je Aktie dann in der Größenordnung von 15 Prozent positiv beeinflussen./tp/pf/AWP/kja/zb/fbr