FRANKFURT (Dow Jones)--Die K+S AG hat ihr Vorhaben, bis 2015 hinter Marktführer Yara die Nummer 2 am Stickstoffdüngermarkt zu werden, noch nicht aufgegeben. Dieses Ziel lasse sich nur durch Zukäufe erreichen, sagte Vorstand Joachim Felker laut einem Bericht der "Börsen-Zeitung" (BöZ - Freitagsausgabe) bei der Vorstellung des in der K+S Nitrogen neu zusammengefassten Stickstoffdüngergeschäfts in Mannheim.
Die Basis des Stickstoffgeschäfts seien die Verbindungen der ehemaligen BASF-Tochter zur früheren Konzernmutter. In normalen Jahren seien die Anlagen der BASF SE vollständig ausgelastet. "Wir können also nur wachsen, indem wir akquirieren", erläuterte Felker.
Wie immer bei Übernahmen sei die Preisfindung das Problem. "In den letzten zwei Jahren war alles teuer", sagte Felker. Im Stickstoffgeschäft hätten alle gut verdient. In der gegenwärtigen Finanz- und Wirtschaftskrise sei die Bewertung von Übernahmekandidaten noch schwieriger.
Zur Situation im Stickstoffdüngergeschäft sagte Felker, der im Vorstand des DAX-Konzerns für das Kali- und das Stickstoffdüngergeschäft zuständig ist, die Lage dort sei nicht ganz so hart wie im Kalidüngergeschäft. Trotz drastischer Preissenkungen - bei einigen Produkten bewege man sich mittlerweile auf dem Niveau von 2005 - werde man im zweiten Halbjahr nicht die Menge wettmachen, die man im ersten Halbjahr verloren habe.
Nach der Preissenkung für Kalidünger sei der Handel nun aktiv. "Wir sind weit weg von der Situation Ende März/Anfang April, als gar nichts ging", sagte Felker der Zeitung. Der Preis sei für viele akzeptabel, die Lagerbestände bei den Händlern zum größten Teil abgebaut.
Webseiten: http://www.k-plus-s.com
http://www.börsen-zeitung.de
DJG/brb/rio
(END) Dow Jones Newswires
July 03, 2009 01:30 ET (05:30 GMT)
Copyright (c) 2009 Dow Jones & Company, Inc.- - 01 30 AM EDT 07-03-09