FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Salz- und Düngemittelhersteller
K+S will die milliardenschwere Erschließung des kanadischen Legacy-Projekts aus eigener Kraft stemmen. "Unsere Nettofinanzverbindlichkeiten haben sich gegenüber Anfang 2010 um knapp 600 Millionen Euro auf lediglich etwa 150 Millionen Euro verringert", sagte K+S-Finanzchef Jan Peter Nonnenkamp der "Börsen-Zeitung" (Samstagsausgabe). "Aus heutiger Sicht gehen wir davon aus, das Legacy-Projekt aus der vorhandenen Liquidität, dem zu erwartenden Cashflow der kommenden Jahre sowie den bestehenden Kreditlinien finanzieren zu können."
Das sogenannte Legacy-Projekt ist Teil der Kali-Vorkommen, die sich die ehemalige BASF-Tochter durch die Übernahme der kanadischen Potash One gesichert hat. Ganz in der Nähe des Branchenprimus Potash Corp. of Saskatchewan (Potash) und des vom weltgrößten Bergwerksbetreiber BHP Billiton erworbenen Project Jansen will K+S eine eigene Förderung aufbauen. Die Erschließung wird in hohem Maße Kräfte binden. Dennoch wollte Nonnenkamp gegenüber dem Blatt weitere Zukäufe nicht ausschließen. "Wir haben mit Legacy und mit Potash One das Projekt gefunden, mit dem wir uns sehr gut entwickeln können", sagt er. "Das wird jetzt für die Zukunft unsere Priorität sein. Aber selbstverständlich beobachten wir unser Branchenumfeld auch weiterhin sehr aufmerksam."
Der Kalipreis dürfte aus Sicht Nonnenkampfs weiter steigen. "Das derzeitige Ertragsniveau, das die Landwirte weltweit erwirtschaften, ist allerdings so hoch, dass die heutigen Kalipreise niemanden überfordern sollten", sagt er dem Blatt./jha/ck