(Korrigiert werden im vierten Absatz, zweiter Satz die Angaben zu Applied Materials: Das Unternehmen hatte in einem Ausblick auf das erste Quartal weniger Gewinn in Aussicht gestellt hat als von Analysten erwartet worden war.)
NEW YORK (dpa-AFX) - Der amerikanische Aktienmarkt wird am Donnerstag zum Auftakt etwas fester erwartet. Nachdem die Aussagen der Ratingagentur Fitch zu amerikanischen Banken am Vortag dem Finanzmarkt zugesetzt hatten, beherrschten an diesem Tag erneut die Entwicklungen in Europa das Geschehen an den Weltbörsen, hieß es am Markt. Gesunkene Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe und ein überraschend starker Anstieg von Baugenehmigungen ließen die US-Futures aber eine Stunde vor Handelsbeginn moderat ins Plus drehen. Der Future auf den Dow Jones Industrial (Dow Jones) Industrial (Dow Jones) stieg etwas mehr als eine halbe Stunde vor dem Auftakt um 0,25 Prozent. Der Future auf den Nasdaq 100 (NASDAQ 100) rückte um 0,23 Prozent vor.
Die Sorgen um Europa halten Börsianern zufolge jedoch an. Die anziehenden Renditen vor allem bei spanischen Anleihen belasteten am Morgen die Futures am US-Aktienmarkt, hieß es. Spanien hatte sich am Morgen erneut nur zu deutlich höheren Zinsen frisches Geld am Kapitalmarkt besorgen können, und auch Frankreich hatte den Investoren mehr für ihr Geld bieten müssen.
Nachdem die US-Konjunkturdaten zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe und die erteilten Baugenehmigungen positiv aufgenommen wurden, könnte das Geschäftsklima in der Region Philadelphia am Nachmittag erneut Impulse für die Aktienmärkte liefern.
Auf Unternehmensseite sind die Aktien von Applied Materials nach Zahlen bereits vorbörslich in den Blick der Anleger gerückt. Der Chipausrüster hatte mit seinem Ausblick für das erste Geschäftsquartal die Gewinnerwartungen von Analysten enttäuscht. Das Papier verlor im vorbörslichen Handel mehr als drei Prozent.
Die Papiere von Boeing könnten von Nachrichten zu eine Bestellung aus Asien profitieren. Nach Angaben von US-Präsident Barack Obama wollen der US-Flugzeugbauer und die indonesische Fluggesellschaft Lion Air am Freitag einen Auftrag über 230 Flugzeuge unterzeichnen. Zusammen mit einem weiteren Auftrag von Singapore Airlines über acht neue Flieger soll die Auftragssumme gut 24 Milliarden US-Dollar (17,8 Mrd Euro) erreichen. Vorerst reagierten die Titel des Flugzeugbauers aus Seattle kaum, sie legten vorbörslich um rund ein Viertelprozent zu./men/he