26.12.2012 19:30
Bewerten
 (0)

KORREKTUR/IW: Branchenstimmung schlechter als die Lage

    (Im 4. Absatz, 3. Satz wurde der Ausfuhrwert korrigiert. Dieser könnte auf rund 1,16 Billionen rpt Billionen Euro steigen.)

 

    BERLIN (dpa-AFX) - In vielen deutschen Unternehmen ist die Stimmung schlechter als vor einem Jahr. Die Euro-Schuldenkrise sorge für Verunsicherung, berichtete am Mittwoch das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) nach einer Umfrage bei 46 Branchen. Der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Michael Sommer, sieht keinen Anlass für Konjunkturpessimismus. "Niemand sollte in Deutschland ein Interesse daran haben, eine Krise herbeizureden", sagte er der dpa in Berlin.

 

    Bei der traditionellen IW-Verbandsumfrage gab die Hälfte der befragten Verbände an, die Stimmung in ihren Mitgliedsunternehmen sei schlechter als zum Jahreswechsel 2011/2012. IW-Chef Michael Hüther sprach von einer beachtlichen Differenz zwischen Stimmung und Lage: Nur elf von 46 Verbänden erwarteten schlechtere Geschäfte als 2012. Immerhin 20 Verbände erwarten für 2013 eine leichte Verbesserung bei Produktion, Umsatz und Geschäftsergebnis und 15 gehen von gleichbleibend guten Geschäften aus.

 

    Deutschland steht denn auch nach Ansicht von Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt nicht vor der nächsten Wirtschaftskrise. "Ich bin überzeugt, dass wir in Deutschland keine Rezession erleben und auch 2013 ein Wirtschaftswachstum in etwa der diesjährigen Größenordnung erreichen werden", sagte er der dpa. "Wir haben eine leichte Abschwächung der wirtschaftlichen Entwicklung, befinden uns aber von Ausnahmen abgesehen immer noch auf einem erfreulich hohen Niveau."

 

    Der Präsident des Bundesverbandes Groß- und Außenhandel (BGA), Anton F. Börner, rechnet damit, dass die deutschen Exporte insgesamt um 3,5 bis 4 Prozent wachsen. "Wenn es ganz toll läuft, können es auch 5 Prozent sein", sagte er. Damit würden die Ausfuhren auf rund 1,16 Billionen Euro steigen, die Zuwachsraten allerdings hinter den Rekordwerten der vergangenen Jahre zurückbleiben. Hauptgrund ist laut Börner die Euro-Schuldenkrise, die aus seiner Sicht noch lange nicht überwunden ist.

 

    Mit einem leichten Wachstum im kommenden Jahr rechnet das Handwerk - trotz Umsatzeinbrüchen in einzelnen Branchen. "Die Stimmung ist ausgesprochen gut", sagte Handwerkpräsident Otto Kentzler der dpa. Die Zahl der Beschäftigten dürfte weitgehend stabil bleiben. Zu den Risiken zählt Kentzler die Absatzkrise in der Autoindustrie, die sich auch auf das Handwerk auswirkt.

 

    Verhalten optimistisch äußert sich der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Hans Heinrich Driftmann: "Rekordbeschäftigung, steigende Einkommen und stabile Preise sind gute Vorgaben für ein neuerliches leichtes Konsumplus bei uns im neuen Jahr. Unter dem Strich rechnen wir daher für 2013 noch mit einem Wachstum von 0,7 Prozent," sagte er der dpa.

 

    Die Bundesregierung erwartet für 2013 ein Wirtschaftswachstum von 1,0 Prozent. Die Bundesbank ist mit plus 0,4 Prozent skeptischer./ba/DP/he

 

Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Technologieaktien: Drei Möglichkeiten, um vom Trend "Digitale Fabrik" zu profitieren!
Die vierte industrielle Revolution ist im vollen Gange und verändert, vom Großteil der Gesellschaft völlig unbemerkt, bereits die Produktionsabläufe in den großen, industriellen Hallen. Wir zeigen Ihnen in der aktuellen Ausgabe des Anlegermagazins drei Möglichkeiten, wie Sie in den kommenden Monaten und Jahren von dem Zukunftstrend "Digitale Fabrik" profitieren können.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Heute im Fokus

DAX schließt freundlich -- Dow schließt im Plus -- SAP erhöht Prognosen für 2017 und 2020 -- Manz- und Pfeiffer Vacuum-Aktien heben ab -- Samsung, BT Group, VW, Alcoa, Yahoo im Fokus

Schaeffler verdient mehr. DuPont meldet Gewinnsprung. Werden Russland-Investments mit US-Präsident Trump wieder attraktiv? Chartanalyst: Das ist bei der Trump-Rally noch drin. Britisches Parlament darf über Brexit-Erklärung abstimmen. Air Berlin-Großaktionär Etihad wirft Chef raus.
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
Jetzt durchklicken
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
Jetzt durchklicken
Diese 10 Automobil Neuheiten gibt es bei der Detroit Auto Show 2017
Jetzt durchklicken

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Diese 10 Automobil Neuheiten gibt es bei der Detroit Auto Show 2017
Jetzt durchklicken
Diese 10 Aktien kann sich nicht jeder Investor leisten
Jetzt durchklicken
So günstig kommt an an 4 Räder?
Jetzt durchklicken
Das sind die bestbezahlten Sportler aller Zeiten
Jetzt durchklicken
Diese Legenden sind die bestbezahlten Toten der Welt
Jetzt durchklicken
mehr Top Rankings

Umfrage

Am Freitag wurde Donald Trump in das Amt des US-Präsidenten eingeführt. Wsas halten Sie von dem Republikaner?
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Bank AG 514000
Daimler AG 710000
Yamana Gold Inc. 357818
Volkswagen AG Vz. (VW AG) 766403
Apple Inc. 865985
Commerzbank CBK100
Allianz 840400
Barrick Gold Corp. 870450
E.ON SE ENAG99
SAP SE 716460
AMD Inc. (Advanced Micro Devices) 863186
BASF BASF11
Deutsche Telekom AG 555750
Tesla A1CX3T
Amazon.com Inc. 906866