09.11.2012 20:26
Bewerten
(0)

KORREKTUR/ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Minus - Konjunktur- und Schulden

    (Korrigiert wird im 1. Absatz, 2. Satz die prozentuale Veränderung des Dax. Dieser verlor 0,58 rpt 0,58 Prozent.)

 

    FRANKFURT (dpa-AFX) - Negative Konjunkturdaten aus Frankreich und Italien sowie Sorgen über Europas Schuldenkrise haben deutsche Aktien zum Wochenschluss belastet. Der Dax (DAX) fiel im Verlauf auf den niedrigsten Stand seit zwei Monaten, machte am Nachmittag jedoch einen großen Teil der Verluste wett und endete 0,58 Prozent tiefer bei 7.163,50 Punkten. Auf Wochenbasis verlor der Leitindex damit 2,72 Prozent. Der MDAX (MDAX) sank am Freitag um 0,37 Prozent auf 11.340,87 Punkte und der TecDax (TecDAX) um 0,45 Prozent auf 803,09 Punkte. Die Börsianer hätten nach der US-Präsidentschaftswahl mit einer Erholung gerechnet und seien in dieser Woche auf dem falschen Fuß erwischt worden. Und vor dem Wochenende habe kaum jemand Risiken eingehen wollen, resümierte Händler Andreas Lipkow von MWB Fairtrade das Geschehen.

 

    Händler begründeten die steile Abwärtsbewegung am Vormittag mit einer schwachen Industrieproduktion in Frankreich und Italien, die den seit der US-Wahl zu spürenden Verkaufsdruck noch verstärkt habe. Händlerin Anita Paluch vom Broker Gekko Markets erinnerte zudem daran, dass in Griechenland am Sonntagabend über den Haushalt für 2013 abgestimmt wird. Aus EU-Ratskreisen hieß es, die Eurogruppe der Finanzminister dürfte kommenden Montag noch nicht über die nächste Hilfszahlung für die Hellenen entscheiden. Den Markt belastet habe auch der hartnäckige Widerstand Spaniens gegen einen offiziellen Hilfsantrag beim Krisenfonds ESM, was die EZB zur Untätigkeit verdamme, hieß es.

 

US-DATEN STÜTZEN

 

    Am Nachmittag sorgten besser als erwartet ausgefallene US-Wirtschaftsdaten und eine freundliche Eröffnung der New Yorker Wall Street für reduzierte Kursverluste. So waren die US-Einfuhrpreise im Oktober überraschend um 0,5 Prozent gestiegen, während Volkswirte mit einer Stagnation gerechnet hatten. Zudem hatte sich das von der Universität Michigan ermittelte Konsumklima im November überraschend deutlich aufgehellt. Und auch die US-Lagerbestände im Großhandel waren im September um 1,1 Prozent und damit deutlich stärker als erwartet gestiegen.

 

    Nach der jüngsten Zahlenflut standen vor dem Wochenende vergleichsweise wenige Unternehmensbilanzen auf der Agenda. Die endgültigen Quartalszahlen der Allianz enthielten laut Händlern keine Überraschungen, so dass die Aktien um 0,78 Prozent nachgaben. Die Papiere der Commerzbank sowie der Deutschen Bank (Deutsche Bank) gaben nach schwachen Zahlen des französischen Wettbewerbers Credit Agricole (Crédit Agricole) um 6,34 respektive 2,32 Prozent nach und gehörten damit zu den schwächsten Werten im Leitindex. Beim Autozulieferer und Rüstungskonzern Rheinmetall sorgten die deutlich gesenkten Jahresziele für einen Kursrutsch von 5,67 Prozent.

 

GROSSAUFTRAG FÜR NORDEX

 

    Bei den Technologiewerten stiegen Drillisch um 0,68 Prozent. Die Aktien des Mobilfunkanbieters hätten sich bereits nach den jüngst veröffentlichten Zahlen des Konkurrenten Freenet , an dem Drillisch beteiligt ist, überdurchschnittlich entwickelt, sagte ein Börsianer. Die Euromicron -Titel büßten als TecDax-Schlusslicht mehr als zehn Prozent ein. Der Spezialist für Netzwerke und Glasfaserkabel hatte unter einer unerwartet schwachen Nachfrage gelitten. Dagegen gewannen die Aktien von Nordex mehr als zwei Prozent. Ein Großauftrag aus Südafrika für den Bau eines Windparks sorge für Fantasie und treibe die Aktien, sagte ein Händler.

 

    Der Eurostoxx 50 (EuroSTOXX 50) schloss 0,03 Prozent höher bei 2.479,82 Punkten. Der Londoner FTSE-Index (FTSE 100) büßte 0,11 Prozent ein, während der Paris CAC 40 um 0,47 Prozent zulegte. In New York lag der Dow Jones Industrial (Dow Jones) zum Handelsschluss in Europa 0,29 Prozent höher.

 

    Am Rentenmarkt fiel die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,08 Prozent am Vortag auf 1,06 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,16 Prozent auf 135,05 Punkte. Der Bund-Future verlor 0,02 Prozent auf 143,11 Punkte. Der Euro (Dollarkurs) konnte sein Minus im späten Handel etwas verringern und wurde zuletzt bei 1,2716 US-Dollar gehandelt. Gegen Mittag hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs noch auf 1,2694 (Donnerstag: 1,2736) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7878 (0,7852) Euro./edh/he

 

    --- Von Eduard Holetic, dpa-AFX ---

 

 

 

 

Anzeige

Aktuelle Zertifikate von

NameTypWKNHebel
WAVE Unlimited auf AllianzDM10V5

Nachrichten zu Commerzbank

  • Relevant
  • Alle
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu Commerzbank

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
19.07.2017Commerzbank NeutralUBS AG
18.07.2017Commerzbank buyCitigroup Corp.
17.07.2017Commerzbank HoldKepler Cheuvreux
12.07.2017Commerzbank HoldDeutsche Bank AG
06.07.2017Commerzbank VerkaufenIndependent Research GmbH
18.07.2017Commerzbank buyCitigroup Corp.
28.06.2017Commerzbank buyCitigroup Corp.
26.06.2017Commerzbank buyCitigroup Corp.
23.06.2017Commerzbank buyCitigroup Corp.
31.05.2017Commerzbank buyUBS AG
19.07.2017Commerzbank NeutralUBS AG
17.07.2017Commerzbank HoldKepler Cheuvreux
12.07.2017Commerzbank HoldDeutsche Bank AG
06.07.2017Commerzbank HoldDeutsche Bank AG
29.06.2017Commerzbank HoldHSBC
06.07.2017Commerzbank VerkaufenIndependent Research GmbH
28.06.2017Commerzbank UnderweightBarclays Capital
27.06.2017Commerzbank VerkaufenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
26.06.2017Commerzbank VerkaufenIndependent Research GmbH
23.06.2017Commerzbank VerkaufenDZ BANK

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Commerzbank nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"

Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"

Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
mehr Analysen
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Die Top 5 der Medizin- und Pharmakonzerne mit großen Wachstumschancen!

Aktien aus dem Medizin- und Pharmabereich gehören neben den hochtechnologischen Konzernen wohl zu den schwierigsten Wertpapieren, die man an der Börse spielen kann. Die meisten Unternehmen, die auf diesem Feld unterwegs sind, bleiben über Jahre hin unprofitabel. Wir stellen im aktuellen Anlegermagazin fünf Aktien vor, bei denen große Wachstumschancen lauern könnten.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Heute im Fokus

Starker Euro belastet DAX -- Dow schließt im Minus -- Microsoft steigert Gewinn -- Visa mit guten Quartalszahlen -- Anleger von eBay-Zahlen enttäuscht -- Hella im Fokus

Finanzinvestor Apollo will wohl Sicherheitsfirma ADT an die Börse bringen. EZB: Leitzins bleibt "auf längere Zeit" unverändert. SAP hebt Umsatzausblick an. ADVA kämpft mit starkem Wettbewerb. Sixt-Aktie auf Rekordhoch: Sixt erhöht Prognose. Draghi gibt keine Signale für Änderung der EZB-Geldpolitik.

Top-Rankings

Sorglos die Koffer packen
In diesen europäischen Ländern kommt man voll auf seine Kosten
KW 28: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
E-Autos: Kein Zwang zum Tesla-Kauf
Diese Tesla-Konkurrenten sind auf dem Vormarsch und billiger als der Model 3

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Enormer Stressfaktor
In diesen Ländern haben Arbeitnehmer den größten Stress
Die ärmsten Länder der EU
Hier ist das BIP schlechter als im Durchschnitt
Vor diesen Berufen macht die Digitalisierung keinen Halt
Diese Jobs sind besonders stark bedroht
Diese Millionenbeträge verdienten die Sport-Stars in 2017
Diese Profis konnten ihren Kontostand 2017 deutlich verbessern
Berufe die auch eine Rezession überstehen
Welche bieten am meisten Sicherheit?
mehr Top Rankings

Umfrage

Bundeskanzlerin Angela Merkel lehnt eine Obergrenze für Flüchtlinge weiter ab. Sind Sie für eine solche Grenze?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln

Willkommen bei finanzen.net Brokerage

Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus finanzen.net

Weitere Informationen finden Sie hier.

Jetzt informieren


Sie haben bereits ein Depot? Dann verknüpfen Sie es jetzt mit Ihrem finanzen.net-Account!

Jetzt mit finanzen.net-Account verknüpfen

Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Lufthansa AG823212
Daimler AG710000
CommerzbankCBK100
Deutsche Bank AG514000
EVOTEC AG566480
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
ADVA SE510300
Apple Inc.865985
TeslaA1CX3T
SAP SE716460
E.ON SEENAG99
Allianz840400
Deutsche Telekom AG555750
Siemens AG723610
Amazon906866