09.08.2012 15:25
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KORREKTUR/ROUNDUP: Rückschlag für Porsche SE bei Verfahren in den USA

    (Im 6. Absatz wurde korrigiert: in zweiter Instanz (statt: in erster Instanz)

 

    STUTTGART (dpa-AFX) - In einem milliardenschweren Verfahren um die Übernahmeschlacht mit VW hat die Porsche SE in den USA eine Niederlage erlitten. Das Unternehmen muss sich dort weiter einer Klage von Fondsgesellschaften stellen, die dem Konzern Betrug und ungerechtfertigte Bereicherung vorwerfen. Der New York State Supreme Court hatte einen Antrag auf Klageabweisung zurückgewiesen, wie der Konzern am Donnerstag in Stuttgart mitteilte.

 

    Hedgefonds wollen in den USA insgesamt mehr als 1,4 Milliarden Dollar (1,13 Milliarden Euro) von der Porsche Holding. Porsche hat wegen der 2009 zu Ende gegangenen Übernahmeschlacht mit VW nicht nur in den USA, sondern auch in Deutschland mit mehreren Klagen zu kämpfen.

 

    Im Zuge des Übernahmedramas hatte es massive Kurssprünge bei der Aktie des Konzerns gegeben. Anleger und Fonds machten nach eigenen Angaben schwere Verluste. Sie fühlten sich falsch informiert - und zogen vor Gericht.

 

    "Diese Vorwürfe halten wir für unbegründet", sagte ein Sprecher am Donnerstag. Er kündigte an, die Porsche Holding werde Berufung vor dem New York State Supreme Court einlegen. Nach Einschätzung der Holding ist das US-Gericht gar nicht zuständig für solche Klagen. Sie müssten stattdessen in Deutschland verhandelt werden.

 

    Die Fondsgesellschaften hatten vor dem New York State Supreme Court geklagt, nachdem das dortige Bundesgericht Ende 2012 eine Klage gegen die Porsche Holding abgewiesen hatte. Mit der aktuellen Entscheidung steht es in den USA gewissermaßen unentschieden für den Porsche-Konzern und die Kläger.

 

    Daneben läuft in New York noch ein weiteres Verfahren, bei dem es ebenfalls um Zuständigkeitsfragen geht. Dort hat es in zweiter Instanz noch keine Entscheidung gegeben.

 

    Auch in Deutschland gibt es mehrere Schauplätze: Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen der gescheiterten Übernahme unter anderem gegen Ex-Porsche-Chef Wendelin Wiedeking. Zudem hängen vor dem Landgericht Braunschweig mehrere Investorenklagen an.

 

    Der kleine Sportwagenbauer Porsche wollte ursprünglich den viel größeren VW-Konzern übernehmen. Doch die Stuttgarter häuften einen massiven Schuldenberg an und scheiterten im Sommer 2009 mit ihren ehrgeizigen Plänen. Volkswagen (Volkswagen vz) drehte daraufhin den Spieß um. Seit August gehört der Sportwagenbauer (Porsche AG) nun komplett Europas größtem Autokonzern./an/DP/stk

 

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