05.02.2013 14:37
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KORREKTUR: UPDATE: Munich Re verdient 2012 trotz Sandy prächtig

   (In dem um 9:50 Uhr gesendeten Update sowie in der um 8:02 Uhr gesendeten Meldung "Munich Re verdient 2012 trotz Sandy prächtig" muss es korrekt heißen, dass der Konzerngewinn im Gesamtjahr "rund viereinhalb (NICHT dreieinhalb) Mal" so hoch war wie im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Es folgt die korrigierte Fassung.)

   UPDATE: Munich Re verdient 2012 trotz Sandy prächtig

   --Munich Re verdient im Gesamtjahr 2012 rund 3,2 Milliarden Euro

   --Konzerngewinn fällt im vierten Quartal um rund ein Viertel auf 480 Millionen Euro

   --Sandy, Ergo und Windsor Health Group belasten viertes Quartal

   --Dividende soll auf 7,00 Euro je Aktie steigen

   (Durchgehend neu)

   Von Alexandra Edinger

   Das Gesamtjahr 2012 war für Munich Re sehr erfolgreich. Weil es deutlich weniger Naturkatastrophen gab als im Vorjahr, konnte der weltgrößte Rückversicherer nach Prämien seinen Gewinn kräftig steigern. Außerdem will der Konzern die Dividende um 75 Cent auf 7 Euro anheben. Das honorieren die Anleger. Die Aktie gehört im frühen Handel mit einem Plus von 2,7 Prozent auf 137,30 Euro zu den Gewinnern im DAX.

   Gleichwohl gab es im vierten Quartal einen Rückgang bei den Gewinnen zu verzeichnen. Ursache dafür waren neben Wirbelsturm Sandy die Umstrukturierung der Skandaltochter Ergo sowie Verluste bei Munich Health.

   Mit insgesamt 800 Millionen Euro belastete Sandy das Geschäft der Münchener im vierten Quartal. Da der Konzern allerdings Rückstellungen aus früheren Jahren von 600 Millionen Euro auflösen konnte, wurden die Kosten großteils kompensiert. Diese Auflösung erklärt auch die hervorragende Schaden-Kosten-Quote im vierten Quartal von 83,2 Prozent bei der Schaden- und Unfall-Rückversicherung. Für das Gesamtjahr lag sie in dem Segment bei 91,0 Prozent - ein sehr guter Wert gegenüber dem Vorjahr, als die Quote noch 113,8 Prozent betrug.

   Die Schaden-Kosten-Quote gibt Aufschluss darüber, ob ein Unternehmen im Kernversicherungsgeschäft profitabel ist. Quoten unter 100 sind gut, darüber zahlt der Konzern drauf.

   Im Vergleich zur Konkurrenz wurde Munich Re von Sandy am härtesten getroffen. Allianz hatte kürzlich bekannt gegeben, dass der Wirbelsturm den Konzern 590 Millionen US-Dollar - das sind rund 441 Millionen Euro - koste. Hannover Rück und deren Konzernmutter Talanx beziffern den Konzernschaden auf 306 Millionen Euro. In dieser Summe ist die von Hannover Rück gemeldete Schadenshöhe von 237,5 Millionen Euro vollständig enthalten.

   Munich Re beziffert die Gesamtkosten für Naturkatastrophen in dem am Dienstag vorgelegten vorläufigen Zahlen auf insgesamt 1,3 Milliarden Euro. 2011 waren es unter anderem durch den Tsunami in Japan 4,5 Milliarden Euro gewesen. Somit war 2012 trotz Wirbelsturm, der der Branche nach Schätzungen der Münchener versicherte Gesamtschäden von rund 19 Milliarden Euro bescherte, ein schadensarmes Jahr.

   Der Wirbelsturm Sandy traf Ende Oktober südlich von New York bei Atlantic City auf die US-Ostküste. Er richtete vor allem durch Überflutungen schwere Schäden an.

   Bei der Erstversicherungstochter Ergo musste Munich Re im vierten Quartal Verluste von 90 Millionen Euro verbuchen - 20 Millionen mehr als im Vorjahresquartal. Ursache für den Verlust sind Kosten für die Restrukturierung des Vertriebs. Sie schlugen mit 130 Millionen Euro zu Buche. Ergo war mit verschiedenen Lustreisen in die Schlagzeilen geraten.

   Ein weiteres Konzernsorgenkind ist die Marke Munich Health. Sie sorgte im vierten Quartal für 160 Millionen Euro Verluste, nachdem im Vorjahresquartal noch ein schmaler Gewinn von 20 Millionen Euro angefallen war. Ausschlaggebend für den Verlust war das US-Geschäft der Tochter Windsor Health Group (WHG) sowie Abschreibungen auf diesen Bereich. Trotz der eingeleiteten Maßnahmen zur Verbesserung des Ergebnisses schließt Munich Re nicht aus, dass es hier auch 2013 einen Verlust geben kann.

   Im vierten Quartal fiel der Konzerngewinn um rund ein Viertel auf 480 Millionen Euro. Trotzdem verdiente der Konzern im Gesamtjahr 3,2 Milliarden Euro - rund viereinhalb Mal so viel wie noch 2011. Einen Ausblick für 2013 bleibt der größte Rückversicherer allerdings zunächst schuldig.

   Neben den vorläufigen Ergebnissen legte der Konzern Zahlen zu den Vertragserneuerungen zum 1. Januar bei den Rückversicherungsverträgen im Schaden- und Unfallsegment vor. Etwas mehr als die Hälfte des Nicht-Leben-Geschäfts stand zur Erneuerung an. Das entspricht einem Prämienvolumen von etwa 9,3 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Vorjahr konnte das Unternehmen Preissteigerungen von 0,5 Prozent durchsetzen. Beim Volumen der erneuerten Verträge ging es 1,5 Prozent runter.

   Bereits am Vortag hatte Konkurrent Hannover Rück die Zahlen für die Vertragsverlängerungen präsentiert. Der Rückversicherer konnte das Prämienvolumen um 1 Prozent auf rund 3,8 Milliarden Euro steigern. Allerdings seien wegen des größeren Konkurrenzdrucks - etwa im Heimatmarkt Deutschland - nur geringe Preissteigerungen durchzusetzen gewesen.

   Swiss Re gibt erst am 21. Februar Einblick in die Zahlen.

   Kontakt zur Autorin: alexandra.edinger@wsj.com

   DJG/aed/mgo/sha/jhe

   (END) Dow Jones Newswires

   February 05, 2013 08:06 ET (13:06 GMT)

   Copyright (c) 2013 Dow Jones & Company, Inc.- - 08 06 AM EST 02-05-13

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