(In dem um 9.44 Uhr MESZ gesendeten Marktbericht wurde in der Überschrift und im ersten Satz des ersten Absatzes eine falsche Tendenz genannt. Statt gut behauptet muss es in beiden Fällen richtig knapp behauptet heißen. Damit wird klar gestellt, dass der Dax mit Abschlägen in den Handel gestartet ist. Es folgt eine korrigierte Fassung.)
XETRA-START/Knapp behauptet - Zyklische Titel unter Druck
FRANKFURT (Dow Jones)--Knapp behauptet ist der DAX am Mittwoch in den Handel gestartet. Das deutsche Börsenbarometer verliert gegen 9.44 Uhr 0,2% oder 10 Punkte auf 4.880. Nachdem der DAX-Future wegen des Rückschlags der US-Börsen am Dienstagabend auf Tagestief geschlossen hatte, gebe es noch Verkaufsüberhänge, heißt es im Handel.
Belastet hatten in den USA die Aussagen von Fed-Gouverneur Kevin Warsh, der ein düsteres Bild der US-Wirtschaft gezeichnet hatte. Einige wichtige Stützen des US-Wachstums könnten für "mehrere Quartale" enttäuschen und die Arbeitslosigkeit auf einem hohen Niveau verharren, sagte der Währungshüter. Zudem wartet der US-Markt nun mit Spannung auf die Rede von US-Präsident Obama zur Regulierung der US-Finanzmärkte. "Einige Details aus den Vorschlägen sind schon hammerhart", sagt ein Händler. Diese würden natürlich noch abgeschliffen, dennoch blicke die Finanzindustrie mit Spannung darauf.
Nachrichtlich zeigt sich die Lage weiter extrem dünn. "Vor den US-Verbraucherpreisen am Nachmittag dürfte nicht viel passieren", so ein Händler. Klare Sektortrends zeigen sich nur bei den konjunkturempfindlichen Zyklikern, die weiter unter Druck stehen.
Die technischen Analysten der Commerzbank sehen den DAX in Richtung 4.800 Punkte zurückfallen. Nach einem klaren Signal zur Gewinnmitnahme durch den Kurseinbruch vom Montag liege dort die erste Unterstützung.
Zyklische Aktien leiden unter fortgesetzten Verkäufen. ThyssenKrupp bauen ihre Verluste aus und fallen um 3,3% auf 18,72 EUR und Salzgitter büßen 3,1% auf 61,75 EUR. Allianz verlieren 1,8% auf 63,87 EUR.
Gewinner sind wie üblich die defensiven Titel der Gesundheitsbranche. Unter anderem steigen die "Fresenius-Zwillinge" um je 2%, Merck KGaA um 0,7% und Beiersdorf um 0,9%.
Arcandor brechen erneut ein und stürzen um 7% auf 0,66 EUR. Hier belastet die erneute Verschiebung der Unternehmensgeschäftszahlen. Arcandor hatte die Vorlage des Geschäftsausweises bereits zweimal verschoben. Zudem belasten Berichte, wonach Sal. Oppenheim ihre Aktienbeteiligung überdenken will. "Solange nicht klar ist, an wen das Paket geht, schwebt immer die Angst über dem Markt, die Stücke kommen in den freien Handel", meint ein Händler.
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June 17, 2009 05:45 ET (09:45 GMT)
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