-->-->
29.05.2013 12:39
Bewerten
 (0)

Kabinett stimmt Steuerabkommen mit den USA zu

   Von Andreas Kißler

   BERLIN--Das Regierungskabinett hat einem Steuerabkommen mit den USA zugestimmt, mit dem ab dem kommenden Jahr relevante Daten zwischen beiden Ländern regelmäßig ausgetauscht werden. Das Abkommen fügt sich ein in europäische Pläne, auch innerhalb der EU mehr Informationen über Steuerdaten von Ausländern auszutauschen.

-->

   Das Kabinett habe die Unterzeichnung des Abkommens zur Förderung der Steuerehrlichkeit bei internationalen Sachverhalten beschlossen, teilte das Bundesfinanzministerium mit. Damit setze die Regierung "ein weiteres deutliches Signal im Rahmen ihrer internationalen Initiativen hin zu mehr Transparenz und Steuerehrlichkeit".

   Mit dem Abkommen verpflichten sich die Vertragsparteien, Daten von Banken zu erheben und regelmäßig auszutauschen, die für die Besteuerung im jeweils anderen Staat relevant sind. "Durch das Abkommen soll ausgeschlossen werden, dass durch die Einschaltung ausländischer Finanzinstitute oder Finanzdienstleister Steuern hinterzogen werden können", erklärte das Finanzministerium.

   Damit ist nach Angaben des Finanzministeriums kein Quellensteuereinbehalt mehr notwendig, wie er von den USA im Rahmen ihrer Informations- und Meldebestimmungen (Foreign Account Tax Compliance Act = FATCA) auf Erträge ausländischer Finanzinstitute aus US-Quellen vorgenommen wird. "Die in dem zwischenstaatlich mit den USA vereinbarten Abkommen festgelegten Berichtspflichten der Finanzinstitute machen den Quellensteuereinbehalt nun entbehrlich", erklärte das Finanzministerium. Die 30-prozentige Quellensteuer wird vor allem auf Kapitalerträge angewandt.

   Grundlage für die Vereinbarung ist ein Musterabkommen Deutschlands, Frankreichs, Großbritanniens, Italiens und Spaniens mit den USA vom Juli 2012. Auf dessen Basis hatten diese fünf EU-Länder Mitte April auch untereinander einen erweiterten Informationsaustausch in Finanzfragen vereinbart. Später schloss sich dem auch Polen an. Die Länder wollen im Rahmen eines Pilotprojektes umfangreiche Bankdetails automatisch austauschen. Erfasst werden sollen alle relevanten Kapitaleinkünfte und nicht nur Zinserträge, wie dies bisher im EU-Recht vorgesehen ist.

   Da sich Luxemburg und Österreich beim EU-Gipfel vor einer Woche prinzipiell zu einer Lockerung ihres Bankgeheimnisses bereit erklärten, sind auch für die gesamte EU die Chancen auf eine breiter angelegte Neuverhandlung des Informationsaustausches deutlich gestiegen. Nun soll bis Jahresende eine bisher von den beiden Ländern blockierte Überarbeitung der Zinssteuerrichtlinie auf den Weg gebracht werden, die deren Anwendungsbereich deutlich erweitern würde.

   "Es gibt, glaube ich, keinen Zweifel, dass alle Mitgliedstaaten wissen, dass der komplette Informationsaustausch über alle Einkommensarten das Gebot der Stunde ist", hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nach dem Gipfel gesagt.

   Kontakt zum Autor: andreas.kissler@dowjones.com

   DJG/ank/chg

   (END) Dow Jones Newswires

   May 29, 2013 06:08 ET (10:08 GMT)

   Copyright (c) 2013 Dow Jones & Company, Inc.- - 06 08 AM EDT 05-29-13

Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Unterschätzte Aktienperlen
Peter Lynch wurde als Fondsmanager des Magellan Fonds zu einer Legende. Er erzielte im Zeitraum 1977 bis 1990 eine durchschnittliche jährliche Rendite von 29,2%. Eines seiner Erfolgsgeheimnisse: Lynch setzte auf einfache und verständliche Geschäftsmodelle und bevorzugt dann, wenn sie für die meisten anderen Börsianer als langweilig erschienen. In der neuen Ausgabe des Anlegermagazins werden drei Unternehmen vorgestellt, die solche unterschätzte Aktienperlen sein könnten.

Heute im Fokus

DAX geht mit Gewinnen ins Wochenende -- Dow im Minus -- Fed-Vorsitzende Yellen: Argumente für Zinsanhebung stärker geworden -- STADA, VW im Fokus

Opel-Marketing-Expertin Müller zieht in den Stada-Aufsichtsrat ein. Hapag-Lloyd-Chef: Hamburger Reederei nach Fusion wettbewerbsfähiger. Deutsche Post startet ab Montag weitere Tranche des Aktienrückkaufs. Bundesfinanzministerium sieht EZB-Anleihekäufe mit Sorge. Zwei Zinsanhebungen in diesem Jahr möglich. US-Wirtschaft wächst etwas weniger als bislang ermittelt. Bundesbank: Banken drohen schärfere Regeln für riskante Geschäfte.
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
Welcher Darsteller verdient am meisten?
Welcher Verein hat die meisten Meistertitel?

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Die Eigenzulassungen 2015
Diese Firmen sind innovativ
In diesen Städten stehen Sie am längsten im Stau
Das sind die besten Universitäten
Die wertvollsten Marken 2016
mehr Top Rankings

Umfrage

Die Bundesregierung will die Bevölkerung wieder zur Vorratshaltung animieren, damit sie sich im Falle schwerer Katastrophen oder eines bewaffneten Angriffs vorübergehend selbst versorgen kann. Panikmache oder begründet?
-->
-->