Die Leasinggesellschaft Air Lease Corp wolle 60 Maschinen des Typs 737 Max bestellen, sagten mit den Vorgängen vertraute Personen. Der Listenpreis entspreche rund 5,5 Milliarden US-Dollar.
Allerdings bedeutet dies nicht, dass Air Lease auch den vollen Listenpreis zahlt. Um ihren neuen Produkten Auftrieb zu geben, gewähren die Hersteller oftmals hohe Rabatte, teilweise über 50 Prozent. Der Abschluss des Boeing-Vertrags könnte laut informierten Personen zudem noch einige Wochen auf sich warten lassen.
In jedem Fall käme Boeing durch den Auftrag im Wettbewerb mit dem europäischen Erzrivalen Airbus voran. Die
EADS-Tochter feiert in dieser Flugzeugklasse mit dem A320 Neo große Erfolge. So verhandelt auch Air Lease derzeit mit den Europäern über den Abschluss einer im Vorjahr angekündigten Bestellung von bis zu 50 Maschinen dieses Typs.
Für Boeing wäre Air Lease erst der sechste Käufer des 737 Max. Neben der Leasinggesellschaft verhandelt Kreisen zufolge auch die Airline
United Continental über den Kauf von mehr als 100 "Max"-Maschinen. Boeing hat damit 500 feste und avisierte Bestellungen für seinen neuen Flieger, der ab 2017 an die Kunden ausgeliefert werden soll. Der "Max" ist die zweite Neuversion des Erfolgsmodells 737 in fast vier Jahrzehnten. Airbus kann für seinen A320 Neo dagegen schon mehr als 1.000 Aufträge verzeichnen. Der überragende Verkaufserfolg hatte Boeing erst dazu bewogen, seine Pläne für ein ganz neues Konkurrenzmodell aufzugeben, und dafür eine aktualisierte Version der 737 ins Rennen zu schicken.
-Von Daniel Michaels, THE WALL STREET JOURNAL;
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