FRANKFURT (Dow Jones)--Der Karstadt-Eigner Nicolas Berggruen sieht sich als den "logischen Käufer" für die Metro-Warenhaus-Tochter Kaufhof. "Wir wären operativ der stärkste Mieter und bringen (...) auch viel Fachwissen für die Immobilien mit", sagte der Manager der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ - Donnerstagausgabe). Am Bekenntnis für das Warenhaus könne es keinen Zweifel geben, versuchte er Bedenken zu zerstreuen, ein Zusammenschluss von Karstadt und Kaufhof führe automatisch zu Filialschließungen und Arbeitsplatzverlusten.
Es sei möglich, die beiden Marken entsprechend standortspezifisch zu positionieren. "Ich kaufe doch kein Geschäft mit 3,5 Mrd EUR Umsatz, um nach einem Jahr nur noch die Hälfte an Umsatz zu machen." Ein Starker sei besser, "als zwei Geschwächte". "Wir sind für Kaufhof so oder so der natürliche Partner", das werde auch der zweite Interessent, der österreichische Immobilieninvestor Signa, nicht anders sehen. "Wenn wir aber eine Zwischenstufe einbauen oder noch ein paar Jahre verlieren, wird alles nur unnötig komplizierter und für alle riskanter."
Berggruen kritisierte in diesem Zusammenhang den Verkaufsprozess. Mit dem österreichischen Immobilieninvestor Signa werde "eindeutig ein Bieter bevorzugt." Signa mache seit vier Wochen eine eingehende Unternehmensprüfung und habe einen "riesigen" zeitlichen Vorsprung. Ihm sei hingegen über eine E-Mail mitgeteilt worden, METRO zögere, sich mit seinem Angebot auseinanderzusetzen. "Ich kann das überhaupt nicht nachvollziehen." Im Paket habe er zusammen mit seinen Partners das "bessere Angebot" vorgelegt.
Berggruen forderte daher einen "sauberen" Verkaufsprozess und warnte vor kurzfristigen Entscheidungen. "Der Verkauf hat für alle langfristige Konsequenzen." Es gehe um einen Kaufpreis von mehr als 2 Mrd EUR, eine substanzielle Transaktion, die man nicht einfach so abwickeln dürfe.
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November 17, 2011 03:54 ET (08:54 GMT)
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