BONN (Dow Jones)--Das Bundeskartellamt hat den Verkauf von Wasserkraftwerken des Energiekonzerns E.ON an das österreichische Elektrizitätsunternehmen Verbund genehmigt. Wettbewerbsrechtlich sehe das Kartellamt keine Bedenken, sagte ein Sprecher der Bonner Behörde am Freitag zu Dow Jones Newswires. Die Genehmigung sei am 30. Juni erfolgt, so der Sprecher weiter.
Die Düsseldorfer E.ON AG hatte Anfang Juni bekanntgegeben, dass sie 13 ihrer bayerischen Wasserkraftwerke am Inn mit einer Gesamtleistung von 312 Megawatt (MW) und einer Jahresproduktion von rund 1.800 Gigawattstunden (GWh) an den Verbund abgebe.
E.ON erhält dafür im Gegenzug über einen Zeitraum von 20 Jahren Strombezugsrechte aus den österreichischen Speicherkraftwerken Zemm-Ziller im Zillertal sowie einen Barausgleich. Diese Bezugsrechte entsprechen den weiteren Angaben vom Juni zufolge einer anteiligen Leistung von rund 318 MW. Betrieb und Eigentum der Anlagen im Zillertal blieben beim Verbund. E.ON könne diese Bezugsrechte jedoch bedarfsgerecht einsetzen, hieß es Anfang Juni.
E.ON hatte damals weiter mitgeteilt, die Abgabe der Inn-Kraftwerke sei ein weiterer Schritt zur Umsetzung der Verpflichtungszusage, die E.ON im Mai 2008 gegenüber der EU-Kommission abgegeben habe. Danach hatte sich E.ON nach eigenen Angaben zur Abgabe von rund 5.000 MW Kraftwerkskapazität sowie des Höchstspannungsnetzes in Deutschland verpflichtet.
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July 03, 2009 06:14 ET (10:14 GMT)
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