KÖLN (dpa-AFX) - Die Warenhauskette Galeria Kaufhof könnte nach Einschätzung von Vorstandschef Lovro Mandac 60 Karstadt-Warenhäuser nach einer Übernahme direkt fortführen. Dieser Weg sei "die sinnvollste Lösung für Karstadt und vor allem für die Mitarbeiter", sagte der Chef der METRO-Tochter Kaufhof dem Wirtschaftsmagazin "Der Handel" (Juli-Ausgabe). Auf diesem Wege könnte ein Großteil der Arbeitsplätze gesichert werden.
Die Verhandlungen über eine mögliche Zusammenlegung der Warenhäuser des METRO-Konzerns <MEO.ETR> und der angeschlagenen Arcandor-Gruppe <ARO.ETR> liegen derzeit allerdings auf Eis. Die Gespräche waren abgebrochen worden, nachdem die Bemühungen von Arcandor um Staatshilfen gescheitert waren und das Unternehmen Insolvenz anmelden musste.
Mandac sieht Galeria Kaufhof für die Zukunft gut gerüstet: "Wir haben viel in die Häuser investiert", sagte er. Das Warenhaus sei kein Auslaufmodell. Der Kunde schätze die große Auswahl an Marken und Eigenmarken. Mehr als zwei Millionen Besucher kämen täglich in die insgesamt 128 Kaufhäuser des Unternehmens.
Galeria Kaufhof gehört nicht mehr zum Kerngeschäft der METRO Group. Das Unternehmen hat sich ganz auf seine Aktivitäten im Großhandel (Cash&Carry), Elektrofachhandel (Media Mark und Saturn) sowie Lebensmittelhandel (Real) ausgerichtet. Vor wenigen Wochen hatte METRO-Chef Eckhard Cordes eine Zusammenlegung der Warenhäuser Galeria Kaufhof und Karstadt ins Spiel gebracht und sich vehement gegen Staatshilfen für Arcandor ausgesprochen./ls/DP/zb