08.02.2013 08:22
Bewerten
 (0)

Diplomat: Grundsatzeinigung auf Deckel für EU-Haushalt steht

Kein formeller Beschluss
Der EU-Gipfel hat sich nach Angaben aus Verhandlungskreisen im Grundsatz auf einen Deckel von 960 Milliarden Euro für den Gemeinschaftshaushalt der kommenden sieben Jahre geeinigt.
Es gebe bloß noch keinen formellen Beschluss, sagte ein hoher EU-Diplomat der Nachrichtenagentur dapd in Brüssel. Auch auf eine Obergrenze für die tatsächlichen Auszahlungen habe man sich geeinigt, diese solle bei 908 Milliarden Euro liegen. Damit würde erstmals in der Geschichte der EU das Mehrjahresbudget deutlich gegenüber der vorangegangenen Periode eingedampft: Bis 2020 dürften so 32 Milliarden Euro weniger für die Begleichung von Rechnungen ausgegeben werden als in den Jahren 2007 bis 2013.

   Die abgesenkten Eckdaten sind ein Erfolg für die sparwütigen Briten, Niederländer und Schweden, aber auch Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte sich für zusätzliche Abstriche am Brüsseler Budget eingesetzt. Die Agrarnation Frankreich und zahlreiche auf Unterstützung angewiesene Länder hatten dagegen für mehr Ausgaben gekämpft. Van Rompuys Vorstellungen seien "unausgewogen", hatte etwa der belgische Regierungschef Elio Di Rupo zum Auftakt des Verhandlungsmarathons konstatiert.

   Neben dem formellen Beschluss für die Budgetgrenzen fehlte im Morgengrauen auch noch die Einigung darauf, wie und von wem die Haushaltstöpfe genau gefüllt werden. Das werde auch noch dauern, hieß es aus Delegationskreisen, weil sich die Staats- und Regierungschefs noch über den umfangreichen Entwurf von Gipfelchef Van Rompuy aussprechen müssten.

Dow Jones Newswires, Copyright (c) 2013 Dow Jones & Company, Inc.- - 01 51 AM EST 02-08-13

Bildquellen: Denis Vrublevski / Shutterstock.com

Heute im Fokus

DAX schließt im Plus -- Dämpfer für US-Zinswende: Arbeitskosten steigen schwächer - US-Börsen stagnieren -- Rekordverlust für Schweizer Nationalbank -- Airbus, Sharp, BNP Paribas im Fokus

Eurokurs unter 1,10 Dollar. Datenschützer beharren auf globalem Löschanspruch gegen Google. Griechische Börse öffnet am Montag. Chinas Finanzaufsicht untersucht automatisierten Handel. ArcelorMittal wieder mit schwarzen Zahlen. Weidmann will Gläubiger von Krisenländern beteiligen. Gute Prognose überwiegt für Anleger Verlust bei LinkedIn.
Diese Aktien sind auf den Kauflisten der Experten

Das sind die10 innovativsten Länder der Welt

Die heißesten deutschen Überflieger

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Acht überraschende Fakten über den Chef des Tech-Riesen

Deutschland liegt ganz weit vorne

Welche Aktien zählt George Soros zu seinem Portfolio?

Welche Aktien könnten bis 2018 hin steigen?

Bestnoten für diese Chefs

mehr Top Rankings

Umfrage

Daimler will noch in diesem Jahr einen selbstfahrenden Lastwagen auf einer deutschen Autobahn testen. Was halten Sie davon, dass ein Computer den Fahrer ersetzt?