13.11.2012 12:09
Bewerten
 (0)

Kein neuer Kandidat für Eurogruppen-Vorsitz - Juncker dürfte bleiben

    BRÜSSEL (dpa-AFX) - Im Tauziehen um die Neubesetzung des wichtigen Vorsitzes in der Eurogruppe zeichnet sich kein deutsch-französischer Kandidat ab. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) sagte am Dienstag in Brüssel auf die Frage, ob dies in der Eurogruppe ein Thema war: "Wir haben darüber nicht gesprochen." Schäuble fügte hinzu: "Im Augenblick haben wir andere Sorgen." Damit zeichnet sich ab, dass Jean-Claude Juncker länger an der Spitze bleiben wird.

 

    Juncker leitet seit 2005 die monatlichen Zusammenkünfte der Euro-Finanzminister. In der Krise ist dies ein Schlüsseljob in der EU. Als sein Nachfolgefavorit hatte lange Schäuble gegolten. Bereits im Sommer hatte die Eurogruppe Junckers Mandat für zweieinhalb Jahre verlängert. Dieser hat aber angekündigt, entweder Ende des Jahres oder Anfang nächsten Jahres aufzuhören.

 

    Derzeit ist die Personalie kein Thema. Auf der gemeinsamen deutsch-französischen Pressekonferenz sagte Schäubles französischer Amtskollege Pierre Moscovici: "Nächstes Jahr heißt nächstes Jahr." Deutschland und Frankreich wollten eigentlich gemeinsam einen Kandidaten suchen. Noch im Juli hatte Frankreichs Präsident François Hollande angekündigt: "Wenn Juncker sein Mandat erst einmal beendet hat, werden wir eine gute Lösung haben - eine deutsch-französische Lösung."/mt/cb/DP/bgf

 

Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Bayer: Monsanto-Deal würde ein neues Burg­graben-Unter­nehmen ergeben!
Mit der Übernahme des US-Saatgutspezialisten Monsanto will Bayer im Agrarchemie-Geschäft den großen Wurf landen und zur weltweiten Nummer Eins aufsteigen. Der strategisch sinnvolle Megadeal ist allerdings mit großen Unsicherheiten behaftet. Lesen Sie in der neuen Ausgabe des Anleger­magazins, warum der Life-Science-Konzern dennoch einen näheren Blick wert ist.

Heute im Fokus

DAX schließt im Plus -- IWF korrigiert erneut Wachstumsprognose für Deutschland -- Monsanto verlangt wohl deutlich mehr von Bayer -- LEONI, Deutsche Bank im Fokus

Britischer Notenbankchef signalisiert geldpolitische Lockerung. Auch in Spanien Razzia bei Google. Der Brexit wird die Briten wohl Milliarden kosten. JPMorgan: Schottland ist bis 2019 unabhängig und hat eine eigene Währung. ProSiebenSat.1 bekräftigt Wachstumsziele trotz Brexit-Risiken.
Welcher Spieler ist am meisten wert?
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
So hoch sind die Bundesländer verschuldet

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Welche Marke ist die teuerste?
Volatilität in Schwellenländern
Das haben die Dax-Vorstände 2015 verdient
Welches Land gewann am häufigsten die europäische Fußballkrone?
Welches Land schnitt bei den Weltmeisterschaften am besten ab?
mehr Top Rankings

Umfrage

Nach dem Brexit-Votum der Briten werden in Europa Stimmen laut, die auch in anderen EU-Ländern Referenden über die Zugehörigkeit zur EU fordern. Sehen Sie unsere Zukunft in der EU?