21.02.2013 17:48
Bewerten
 (20)

Daimler-Chef Zetsche bekommt nur Vertrag für 3 Jahre

Stühlerücken bei Daimler: Daimler-Chef Zetsche bekommt nur Vertrag für 3 Jahre | Nachricht | finanzen.net
Stühlerücken bei Daimler

Dämpfer für Daimler-Chef Dieter Zetsche: Der Aufsichtsrat des Autobauers hat den Vertrag des 59-Jährigen überraschend nur um drei Jahre verlängert. Weitere Personalien.

Das teilte der DAX-Konzern am Donnerstag in Stuttgart mit. Eigentlich werden Vorstände bei dem Autobauer mittlerweile für fünf Jahre wiederbestellt. Der bisher als Kronprinz gehandelte Top-Manager Wolfgang Bernhard bekommt eine neue Aufgabe: Er tauscht die Posten mit dem bisherigen Nutzfahrzeugchef Andreas Renschler.

Nach dpa-Informationen hatte sich vor allem die Arbeitnehmerseite für die geringere Vertragslaufzeit stark gemacht. Zugleich wurde auch der Kontrakt von Forschungsvorstand Thomas Weber nur bis Ende 2016 erneuert. An der Börse gaben die Papiere des Autobauers nach der Bekanntgabe um mehr als 2 Prozent auf rund 44,27 Euro nach.

Nach Angaben von Daimler hat die kürzere Periode Altersgründe: Man habe sich entschieden, die Verträge aller Vorstände, die während einer Vertragsverlängerung 60 Jahre alt sind oder es werden, nur noch um drei Jahre zu erneuern.

Zetsche wird damit bis Ende 2016 verpflichtet. Der 59-Jährige steht seit Anfang 2006 an der Spitze des Konzerns. Sein Vertrag wäre Endes dieses Jahres ausgelaufen. Einem Daimler-Sprecher zufolge sei die Entscheidung für die Verlängerung einstimmig gewesen

"Erfolgreiche Unternehmen entwickeln ihre Strategien gemeinsam mit den Vertretern der Arbeitnehmer", sagte Gesamtbetriebsratschef Erich Klemm der Nachrichtenagentur dpa. "Die jetzt beschlossenen Veränderungen erleichtern einen solchen konstruktiven Dialog.".

Autoexperte Stefan Bratzel sagte: "Das Signal heißt natürlich Kontinuität. Aber der Anspannungsgrad steigt. Man muss mit den Zielen, die man sich gesetzt hat, die Wetterbewerber auch aufholen." Statt sich entspannen zu können, stehe Zetsche mit der Vertragsverlängerung jetzt eher unter größerem Druck.

Zetsche hat das Ziel ausgerufen, bis 2020 an den Konkurrenten Audi und BMW vorbeizuziehen. Zuletzt hatte der 59-Jährige allerdings sowohl für den Gesamtkonzern als auch für die wichtige Autosparte einen Rückgang beim operativen Gewinn bekanntgeben müssen. Beim Absatz und Umsatz verbuchte der Autobauer indes neue Bestwerte.

Mit Zetsches Wiederbestellung geht auch ein Umbau des weiteren Vorstands einher: Produktionschef Wolfgang Bernhard, dessen Vertrag erst vor knapp einem Jahr bis 2018 verlängert worden war, wechselt von April an in das Vorstands-Ressort für Daimler Trucks. Der bisherige Truck-Chef Andreas Renschler wird im Gegenzug Chef für Produktion und Einkauf von Mercedes-Benz Pkw und Mercedes-Benz Vans.

Aus mit der Sache vertrauten Kreisen hieß es, den Arbeitnehmervertretern sei es wichtig gewesen, dass Bernhard "nicht mehr Pkw" mache. Der einst als Kronprinz gehandelte Manager hatte in der Vergangenheit für Unmut gesorgt, als es um Einsparungen bei Mercedes-Benz ging.

"Ursprünglich war er mal in der Rolle des Kronprinzen", sagte Branchenkenner Willi Diez von der Hochschule Nürtingen-Geislingen. "Im Moment hat man nicht den Eindruck, dass es einen Kronprinzen gibt." Allerdings falle zur Zeit häufiger der Name von Finanzvorstand Bodo Uebber./lan/DP/he

STUTTGART (dpa-AFX)

Bildquellen: Daimler AG

Nachrichten zu Daimler AG

  • Relevant
  • Alle
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu Daimler AG

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
20.01.2017Daimler Equal-WeightMorgan Stanley
19.01.2017Daimler HoldJefferies & Company Inc.
17.01.2017Daimler buyUBS AG
12.01.2017Daimler SellJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
10.01.2017Daimler HaltenIndependent Research GmbH
17.01.2017Daimler buyUBS AG
09.01.2017Daimler overweightJP Morgan Chase & Co.
22.12.2016Daimler kaufenDZ BANK
14.12.2016Daimler buyDeutsche Bank AG
08.12.2016Daimler buyUBS AG
20.01.2017Daimler Equal-WeightMorgan Stanley
19.01.2017Daimler HoldJefferies & Company Inc.
10.01.2017Daimler HaltenIndependent Research GmbH
09.01.2017Daimler Equal weightBarclays Capital
19.12.2016Daimler Equal weightBarclays Capital
12.01.2017Daimler SellJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
10.01.2017Daimler UnderperformBNP PARIBAS
09.12.2016Daimler SellJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
28.11.2016Daimler SellJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
17.11.2016Daimler UnderperformBNP PARIBAS
Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Daimler AG nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen
Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"

mehr Analysen
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Technologieaktien: Drei Möglichkeiten, um vom Trend "Digitale Fabrik" zu profitieren!
Die vierte industrielle Revolution ist im vollen Gange und verändert, vom Großteil der Gesellschaft völlig unbemerkt, bereits die Produktionsabläufe in den großen, industriellen Hallen. Wir zeigen Ihnen in der aktuellen Ausgabe des Anlegermagazins drei Möglichkeiten, wie Sie in den kommenden Monaten und Jahren von dem Zukunftstrend "Digitale Fabrik" profitieren können.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Heute im Fokus

DAX geht mit kleinem Plus ins Wochenende -- Wall Street reagiert verhalten auf Amtsantritt von US-Präsident Trump -- Postbank sieht Chancen auf IPO -- Yellen: US-Geldpolitik auf Kurs -- GE im Fokus

Buffett-Investment BYD träumt vom Gigaerfolg in den USA. AIG schlägt Milliardenrisiken an Berkshire Hathaway los. Deutsche Top-Manager warnen Trump vor Strafzöllen und Abschottung. American Express verdient deutlich weniger. Chinas Wachstum fällt auf niedrigsten Stand seit 1990. Winterkorn bleibt dabei: Von Betrug bei VW nichts gewusst.
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
Jetzt durchklicken
Diese 10 Automobil Neuheiten gibt es bei der Detroit Auto Show 2017
Jetzt durchklicken
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
Jetzt durchklicken

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Die Millionen-Dollar-URLs
Jetzt durchklicken
Welche Commodities entwickelten sich 2016 am stärksten?
Jetzt durchklicken
Mit diesem Studium wird man CEO im Dow Jones
Jetzt durchklicken
Das verdienen YouTube-Stars mit Videos
Jetzt durchklicken
So reich sind die Minister aus Donald Trumps Kabinett
Jetzt durchklicken
mehr Top Rankings

Umfrage

Der künftige US-Präsident Donald Trump hat die Nato als obsolet bezeichnet. Halten Sie das Militärbündnis ebenfalls für überflüssig?
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Volkswagen AG Vz. (VW AG) 766403
Commerzbank CBK100
Deutsche Bank AG 514000
Daimler AG 710000
BASF BASF11
Bayer BAY001
E.ON SE ENAG99
Apple Inc. 865985
Deutsche Telekom AG 555750
Deutsche Lufthansa AG 823212
Nordex AG A0D655
Allianz 840400
Siemens AG 723610
EVOTEC AG 566480
K+S AG KSAG88