14.02.2013 12:33

Senden
KEINE BÖRSENSTEUER

USA lehnen Finanztransaktionssteuer ab


Der von der EU-Kommission vorgelegte Entwurf zur Finanztransaktionssteuer trifft jenseits des Atlantiks nicht auf Gegenliebe.

Das US-Finanzministerium erklärte, man lehne eine Steuer auf Geschäfte mit Aktien, Anleihen und Derivaten ab.

   Die EU-Kommission will mit der Finanztransaktionssteuer auch die Verursacher der Turbulenzen an den Finanzmärkten der vergangenen Jahre zur Kasse bitten. Die Steuer soll in elf Staaten eingeführt werden, darunter Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien. Bis zu 35 Milliarden Euro soll sie pro Jahr einbringen.

   Die möglicherweise weitreichenden Folgen einer solchen Steuer haben die US-Regierung auf den Plan gerufen. "Wir unterstützen die vorgesehene europäische Finanztransaktionssteuer nicht, weil sie Investoren in den USA und andernorts schädigen würde, die entsprechende Wertpapiere gekauft haben", erklärte eine Sprecherin des Finanzministeriums schriftlich per E-Mail.

   "Das Finanzministerium hat die Befürchtungen gegenüber seinen Ansprechpartnern in Europa zur Sprache gebracht." Die Steuer würde auch Finanzfirmen in den USA und in anderen europäischen Staaten treffen und, so argumentiert man in Washington, könnte die Geldströme in Europa verändern.

   Auch verschiedene Organisationen und Verbände der amerikanischen Finanzindustrie haben sich kritisch zur geplanten Finanztransaktionssteuer geäußert.

   Die amerikanische Securities Industry and Financial Markets Associations, ein Zusammenschluss von 650 Banken und Vermögensverwaltern, sowie das Investment Company Institute, der Verband der Fondsindustrie, haben bereits im Dezember massiven Druck gegenüber der Bundessteuerbehörde in Washington aufgebaut, die sich gegen eine französische Finanzsteuer mit weitaus geringerer Reichweite richtete.

Dow Jones Newswires, Copyright (c) 2013 Dow Jones & Company, Inc.- - 06 25 AM EST 02-14-13

Bildquellen: Circlephoto / Shutterstock.com

Weitere Links:

Kommentare zu diesem Artikel

Geben Sie jetzt einen Kommentar zu diesem Artikel ab.
Kommentar hinzufügen

ANZEIGE

Private Krankenversicherung Tarifvergleich

Anzeige

ANZEIGE

Die 5 beliebtesten Top-Rankings






Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Albig hat mit einer Forderung nach einer Sonderabgabe für Straßen für Aufsehen gesorgt.
Wenn so endlich die deutschen Straßen und Brücken saniert werden, wäre eine solche Abgabe zu unterstützen.
Die Regierung sollte endlich lernen, mit den bestehenden Einnahmen auszukommen.
Eine solche Abgabe berücksichtig weder den Umfang der Straßennutzung noch die finanzielle Situation des einzelnen Autofahrers und wäre deshalb ungerecht.
Abstimmen