30.11.2012 15:15
Bewerten
 (0)

Porsche bleibt Deutschland treu

Keine Fertigung im Ausland
Porsche-Chef Matthias Müller erteilt einer Fertigung im Ausland derzeit eine Absage. Die Entwicklung und Produktion in Deutschland habe in besonderem Maße für die Käufer im Ausland wert.
"Wir sind ein deutsches Unternehmen - und für uns hat es schon einen Wert sagen zu können, das Auto wurde entwickelt und produziert in Deutschland", sagte Müller der Nachrichtenagentur dpa. "Nicht nur für uns hat es einen Wert, sondern auch für unsere Kunden." Das gelte in besonderem Maße für die Käufer im Ausland.

 Der größte Markt der Schwaben sind die USA, doch China holt auf. "Das ist auch kein Wunder, weil wir dort die Zahl unserer Porsche-Zentren stetig erhöhen", erläuterte Müller. "Im Moment sind es 40, in zwei Jahren werden es etwa 80 sein." Wann genau Porsche in China mehr Wagen verkaufen wird als in den USA, ist laut Müller nur eine Frage der Zeit. "In zwei, drei, spätestens vier Jahren wird es soweit sein."

     Allerdings investiert Porsche auch kräftig in den USA. Erst zu Wochenbeginn war Spatenstich für das neue US-Hauptquartier samt Teststrecke direkt am geschäftigen internationalen Flughafen von Atlanta. Parallel entsteht nahe Los Angeles ein Kundenzentrum ebenfalls mit angeschlossener Teststrecke.

    Alleine die Anlage in Atlanta soll pro Jahr 20 000 Kunden anlocken. Beide Projekte zusammen lässt sich der Autobauer rund 100 Millionen Dollar kosten (77 Mio Euro). Die Investition lohnt sich, versichert Müller. Bei einer Produktion sähe das anders aus: "Das ist ein ganz einfaches Rechenmodell. Ab 100 000 Einheiten kann man mal darüber nachdenken." In den USA strebt Porsche in diesem Jahr gut 35 000 verkaufte Autos an, in China 32 000. "Von daher gibt es diese Überlegungen nicht."

    Das klang vor einem guten Jahr noch etwas anders, als Müller laut über eine Produktion in den zwei Ländern nachdachte, wenngleich nicht unbedingt in einem eigenen Werk, wohl aber als Untermieter etwa in einer Fabrik der Konzernmutter Volkswagen. Derzeit hält er eine Auslandsfertigung nur dann für überlegenswert, wenn der Import von Autos in wichtige Länder deutlich erschwert würde, beispielsweise durch hohe Zölle. "In China muss man abwarten, wie sich die neue Regierung aufstellt mit entsprechenden Gesetzgebungen, dann werden wir sehen", sagte Müller.

   Porsche hat eigene Standorte in Stuttgart-Zuffenhausen und Leipzig und produziert das Modell Boxster/Cayman unter VW-Dach in Osnabrück. Früher wurde der Boxster allerdings auch in Finnland gefertigt. Den Leipziger Standort baute Porsche gerade kräftig aus, um dort den neuen, kleineren Geländewagen Macan fertigen zu können. Müller geht von einem durchschlagenden Verkaufserfolg aus: "50 000 Stück pro Jahr sollten es schon werden, das ist eine untere Grenze. Nach oben sind wir offen und freuen uns über jeden neuen Kunden."

   Für Porsche ist das eine gewaltige Menge. Zum Vergleich: In den ersten zehn Monaten dieses Jahres lieferte der Hersteller weltweit 116 000 Autos aus und damit schon fast so viele wie im gesamten Vorjahr. Bis 2018 sollen die Verkäufe auf 200 000 Stück jährlich steigen. An diesem Ziel hält Müller trotz aller wirtschaftlichen Unsicherheiten auf der Welt fest. "Wenn es dann bloß 195 000 sind, sind wir auch nicht traurig."

    ATLANTA (dpa-AFX)

Bildquellen: iStock/contrastaddict, Max Earey / Shutterstock.com

Nachrichten zu Porsche Automobil Holding SE Vz

  • Relevant
  • Alle
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu Porsche Automobil Holding SE Vz

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
21.06.2016Porsche Automobil vz OutperformBNP PARIBAS
08.06.2016Porsche Automobil vz HaltenIndependent Research GmbH
08.06.2016Porsche Automobil vz HaltenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
06.06.2016Porsche Automobil vz HoldHSBC
06.06.2016Porsche Automobil vz HoldDeutsche Bank AG
21.06.2016Porsche Automobil vz OutperformBNP PARIBAS
17.05.2016Porsche Automobil vz OutperformBNP PARIBAS
17.05.2016Porsche Automobil vz buyJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
03.05.2016Porsche Automobil vz buyUBS AG
27.04.2016Porsche Automobil vz overweightBarclays Capital
08.06.2016Porsche Automobil vz HaltenIndependent Research GmbH
08.06.2016Porsche Automobil vz HaltenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
06.06.2016Porsche Automobil vz HoldHSBC
06.06.2016Porsche Automobil vz HoldDeutsche Bank AG
03.05.2016Porsche Automobil vz HoldCommerzbank AG
10.05.2016Porsche Automobil vz SellGoldman Sachs Group Inc.
03.05.2016Porsche Automobil vz VerkaufenDZ-Bank AG
26.04.2016Porsche Automobil vz VerkaufenDZ-Bank AG
25.04.2016Porsche Automobil vz VerkaufenDZ-Bank AG
18.04.2016Porsche Automobil vz SellGoldman Sachs Group Inc.
Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Porsche Automobil Holding SE Vz nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen
Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"

mehr Analysen
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Bayer: Monsanto-Deal würde ein neues Burg­graben-Unter­nehmen ergeben!
Mit der Übernahme des US-Saatgutspezialisten Monsanto will Bayer im Agrarchemie-Geschäft den großen Wurf landen und zur weltweiten Nummer Eins aufsteigen. Der strategisch sinnvolle Megadeal ist allerdings mit großen Unsicherheiten behaftet. Lesen Sie in der neuen Ausgabe des Anleger­magazins, warum der Life-Science-Konzern dennoch einen näheren Blick wert ist.

Heute im Fokus

Nach Brexit-Entscheid: DAX geht mit kräftigem Abschlag ins Wochenende -- US-Börsen massiv im Minus -- Briten stimmen für EU-Ausstieg -- Staatsanwaltschaft durchsucht Zentrale von thyssenkrupp

Erneut Warnstreiks bei Amazon in Leipzig. Lufthansa Cargo verlangt von Mitarbeitern Gehaltsverzicht. Deutsche Post verliert Finanzvorstand Rosen. Aktiencrash hat offenbar fünf Billionen Dollar vernichtet. Brexit Step-by-step: So geht's für die Briten jetzt weiter.
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
Der World Wealth Report 2016
Hier ist Leben preiswert!

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Welche Marke ist die teuerste?
Volatilität in Schwellenländern
Das haben die Dax-Vorstände 2015 verdient
Welches Land gewann am häufigsten die europäische Fußballkrone?
Welches Land schnitt bei den Weltmeisterschaften am besten ab?
mehr Top Rankings

Umfrage

Am Donnerstag, den 23. Juni blicken die Anleger mit Spannung auf das EU-Referendum der Briten. Welchen Ausgang erwarten Sie?