Das Wirtschaftsministerium in Magdeburg erklärte allerdings am Donnerstag, man gehe nicht davon aus, dass eine Übernahme an dem Urteil scheitere. Auch sei die Haftstrafe noch nicht rechtskräftig.
Ein Gericht in Südkorea hatte den Vorsitzenden der Hanwha-Gruppe, Kim Seung Young, wegen Treuebruchs zu einer vierjährigen Haftstrafe verurteilt. Ein Hanwha-Sprecher hatte kurz zuvor noch in Seoul zu der geplanten Übernahme erklärt: "Ich denke, ein Abkommen wird in Kürze abgeschlossen sein." Konkret bietet eine Tochter des weit verzweigten Konzerns für Q-Cells. Das Unternehmen will nach dpa-Informationen sowohl das Stammwerk in Bitterfeld-Wolfen als auch den Q-Cells-Ableger in Malaysia weiterbetreiben.
Das Bezirksgericht West in Seoul hatte gegen den 60 Jahre alten Konzernchef neben der Haftstrafe auch eine Geldstrafe von 5,1 Milliarden Won (3,6 Mio Euro) verhängt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass Kim illegal Geld von Konzerntöchtern für die Rückzahlung der Schulden von Firmen abgezweigt hatte, die er unter einem anderen Namen betrieb./rgo/dg/DP/stb
SEOUL/BITTERFELD (dpa-AFX)
Welche Solarkonzerne bereits von der Pleitewelle erfasst wurden
Platz 10: Solon
Solon wurde 1996 gegründet und galt schnell als Berlins Vorzeigefirma. Ende 2011 dann das Ende: Die Aktie stürzte massiv ab, als der Konzern Insolvenz anmeldete. Im März wurde der Konzern durch den indischen Konkurrenten Microsol übernommen.