"Unsere Dividendenstrategie wird sich nicht ändern. Wir werden weiterhin etwa die Hälfte ausschütten. Der Rest fließt in das Unternehmen, vor allem in Akquisitionen", sagte Koch der "Financial Times Deutschland" (Freitagausgabe).
Bilfinger Berger hat nach dem Verkauf der Australien-Tochter Valemus eine prall gefüllte Kasse. Koch sagte zwar, dass eine Sonderausschüttung an die Aktionäre denkbar sei, wollte sich aber nicht festlegen. Das viele verfügbare Geld und der hohe Streubesitz der
Aktien macht das Unternehmen zu einem natürlichen Übernahmekandidaten.
"Auch wenn das bei einem hohen Streubesitz immer ein Thema sein kann, beschäftigen wir uns im Vorstand nicht täglich damit. Unser Ziel ist, unsere Aktionäre vom langfristigen Potenzial des Unternehmens zu überzeugen, und ihnen deutlich zu machen, dass es sich für sie mehr lohnt, in Bilfinger Berger investiert zu bleiben, als auf ein kurzfristig vermeintlich attraktives Angebot einzugehen", sagte Koch. Den Aufstieg in den DAX, der meist mit höheren Kursen einhergeht, schließt er als Ziel aus: "Das ist kein explizites Ziel für mich", sagte er.
Im Mai wird Großaktionär Cevian, ein schwedischer Finanzinvestor, erstmals seit seinem Einstieg auf der Hauptversammlung vertreten sein. Die Frage stellt sich, ob Cevian in den Aufsichtsrat einziehen könnten. "Dabei ist zu berücksichtigen, dass der Aufsichtsrat erst im vergangenen Jahr für eine Amtszeit gewählt worden ist", sagte Koch. Bilfinger-Aufsichtsräte sind nach der Wahl vier volle Kalenderjahre im Amt.
HAMBURG (dpa-AFX