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25.01.2013 20:55

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Klöckner & Co will nach Schrumpfkurs US-Geschäft stärken

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   Von Eyk Henning

   DAVOS--Der Stahlhändler Klöckner & Co blickt nach seinem nahezu abgeschlossenen Konzernumbau optimistisch ins neue Jahr. "Im Laufe des Jahres dürften die Investitionen weltweit wieder hochgefahren werden", sagte Konzernchef Gisbert Rühl dem Wall Street Journal Deutschland auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos. Schub soll dem Unternehmen das Geschäft jenseits des Atlantiks verleihen. Klöckner will die US-Aktivitäten weiter ausbauen.

   Rühl rechnet damit, dass der Duisburger Stahlhändler 2013 besser abschließt als im Vorjahr, für das sich der Konzern ein bereinigtes EBITDA von 130 bis 140 Millionen Euro vorgenommen hat. Genaue Zahlen wollte der Manager aber nicht nennen.

   Das Restrukturierungsprogramm habe Klöckner & Co so gut wie abgeschlossen, gibt sich Rühl zufrieden. Rund zwei Drittel der 1.800 Stellenstreichungen seien erfolgt. Einen wichtigen Meilenstein hat Klöckner im Dezember mit dem Verkauf der Geschäfte in Osteuropa erreicht. Bis Ende des ersten Halbjahres will Rühl nun auch die restlichen Baustellen abhaken, was zur Senkung der Kosten beitragen soll.

   Eine steigende Stahlnachfrage sieht Rühl in den USA und China: In beiden Regionen solle die Nachfrage um jeweils 3 Prozent zunehmen. "In den USA treibt der Ausbau der Schiefergas-Industrie die Stahlnachfrage an, in China sind es die neu aufgesetzten Infrastrukturprogramme", so der Vorstandschef. Mau sieht es allerdings weiter in Europa aus. Hier erwartet der Manager ein Minus von 2 Prozent.

   Das US-Geschäft soll also ausgebaut werden. In etwa ein bis zwei Jahren will Klöckner den Umsatzanteil aus den US-Geschäften von derzeit 40 auf über 50 Prozent steigern. "Um das zu erreichen, schauen wir uns bereits jetzt nach Übernahmegelegenheiten in den USA um, die in der zweiten Jahreshälfte zum Abschluss kommen könnten", so Rühl. Im Fokus stünden dabei vor allem Spezialisten für höherwertigen Stahl und auf die Schiefergasindustrie ausgerichtete Unternehmen. Der Umsatzanteil aus Europa soll entsprechend sinken.

   Die Stahlindustrie hat insbesondere in Europa mit der schwächelnden Konjunktur und dem Preisverfall zu kämpfen. Auch Klöckner hat dies zu spüren bekommen. Das MDAX-Unternehmen rutschte im dritten Quartal und in den ersten neun Monaten 2012 tief in die roten Zahlen. Die Duisburger haben daraufhin ihr Sparprogramm abermals verschärft. Statt 1.300 Stellen hat Klöckner den Abbau von 1.800 Jobs angekündigt, zudem sollte jede fünfte Niederlassung weltweit geschlossen werden. Bis dato kommt das Unternehmen bei seiner Neuausrichtung laut Rühl "schneller voran als erwartet". Zum Ende des dritten Quartals hatte das Unternehmen 20 Standorte geschlossen und 800 Stellen abgebaut.

   Kontakt zum Autor: eyk.henning@wsj.de

   DJG/eyh/mgo/bam

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   January 25, 2013 13:45 ET (18:45 GMT)

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