DAX8.462-0,1%  Dow15.3940,0%  Euro1,29520,4% 
ESt502.813-0,3%  Nas3.5030,0%  Öl103,1-0,7% 
TDax973,30,5%  Nikkei15.6271,6%  Gold1.3850,9% 

22.09.2012 12:00

Senden
€uro am Sonntag

KONJUNKTUR-STIMULUS

Chinesen schnüren neues Konjunkturpaket


Nach dem Parteitag Mitte Oktober wird die chinesische Regierung ein weiteres Konjunkturpaket verabschieden, um die schwächelnde heimische Wirtschaft zu stützen.

von Sabine Gusbeth, Euro am Sonntag

Davon geht der renommierte chinesische Ökonom Peng Wensheng aus. Der Chefvolkswirt der größten Investmentbank Chinas, der China International Capital Corporation (CICC), rechnet damit, dass „nach dem Parteitag ein zusätzliches Konjunkturprogramm aufgelegt wird“, wie er in Shanghai gegenüber der Wirtschaftszeitung Euro am Sonntag sagte. Bisher sei nach jedem Parteitag ein solches Paket angekündigt worden, „deshalb wird es wohl auch in diesem Jahr ein ähnliches Signal von der Politik geben“, betonte Peng. Über den möglichen Umfang des Programms wollte er nicht spekulieren. Er glaubt jedoch, dass es „möglicherweise etwas kleiner ausfällt“ als die bisher verabschiedeten Pakete.

Denn erst Anfang des Monats hatte das chinesische Planungsministerium NDRC das größte Infrastrukturprogramm seit Langem angekündigt. Umgerechnet 120 Milliarden Euro sollen in das Straßen- und Schienennetz sowie den Ausbau der Häfen investiert werden. Die Ankündigung kam für viele Beobachter überraschend, sie hatten erst nach dem Parteitag der kommunistischen Partei (KPCh) mit einem staatlichen Stimulus gerechnet. Bei der Ver­anstaltung, deren genaues Datum noch immer geheim ist, soll Chinas künftige Führung bekannt gegeben werden.

Die chinesische Wirtschaft kühlte sich zuletzt stark ab. CICC-Volkswirt Peng kalkuliert für das dritte Quartal mit 7,4 Prozent Wachstum. Er erwartet jedoch bereits für 2013 eine leichte Erholung — auch dank staatlicher Hilfe. Dennoch plädiert Peng für weitere Reformen wie die Liberalisierung des weitgehend staatlichen Finanzsektors: „Wir müssen die Wirtschaft weiter reformieren, denn das bisherige Wachstum Chinas basiert auf Reformen.“

Bildquellen: rodho / Shutterstock.com

Kommentare zu diesem Artikel

khaproperty schrieb:
22.09.2012 17:56:48

Das Parteitagsgerede ist billige Propaganda.
Das erste staatlich initiierte Investitionsprogramm ist wie ein Strohfeuer erloschen, so wie überall auf dem Globus.
Weitere Erzwingungsversuche scheitern seither überall - warum solls ausgerechnet in China klappen? Nur weil es eine Diktatur ist?

 Kommentar hinzufügen 

ANZEIGE

Private Krankenversicherung Tarifvergleich

ANZEIGE

Die 5 beliebtesten Top-Rankings






In der EU und bei der EZB werden derzeit die Abschaffung der ein- und zwei-Cent-Münzen sowie des 500-Euro-Scheins diskutiert...
Ich hätte kein Problem mit der Abschaffung von ein- und zwei-Cent-Münzen sowie des 500-Euro-Scheins.
Die ein- und zwei-Cent-Münzen verstopfen regelmäßig meine Geldbörse und könnten gerne verschwinden. - Der 500-Euro-Schein sollte aber bleiben!
Der 500-Euro-Schein ist in der Praxis völlig nutzlos und kann gerne abgeschafft werden. Die kleinen Münzen sollten aber erhalten bleiben!
Weder die ein- und zwei-Cent-Münzen noch der 500-Euro-Schein sollten abgeschafft werden!
Ich würde neben den ein- und zwei-Cent-Münzen und dem 500-Euro-Schein noch weitere Scheine und/oder Münzen abschaffen!
 Abstimmen