21.12.2012 08:14
Bewerten
 (1)

Deutsche Verbraucher pessimistischer

Konjunktur belastet
Die trüben Aussichten für die deutsche Konjunktur schlagen zusehends auf das Gemüt der deutschen Verbraucher.
Wie das Marktforschungsinstitut GfK am Freitag mitteilte, sinkt das Konsumklima um 0,2 Punkte auf 5,6 Zähler. Erklärt wird die Stimmungseintrübung mit der anhaltenden Verunsicherung infolge der Euro-Schuldenkrise und den Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft. "Die Verbraucher gehen davon aus, dass die deutsche Wirtschaft in den kommenden Monaten eine schwierigere Phase durchleben wird", schreibt die GfK.

    "Die Verunsicherung der Verbraucher durch den internationalen konjunkturellen Gegenwind setzt sich auch zum Jahresende 2012 fort." Dementsprechend sinken die Konjunkturerwartungen ebenso wie die Anschaffungsneigung. Die Einkommenserwartungen legen nach deutlichen Rückschlägen in den Vormonaten leicht zu.

    "Hauptgrund für die schlechtere Verbraucherstimmung ist die Wachstumsdelle zum Jahreswechsel", sagte GfK-Experte Rolf Bürkl. Bankvolkswirte rechnen damit, dass die deutsche Wirtschaft im Winterquartal erstmals seit einem Jahr schrumpfen wird. "Hinzu kommen Meldungen, wonach immer mehr Unternehmen über einen Arbeitsplatzabbau nachdenken. Das verunsichert die Verbraucher", so Bürkl.

    Ungeachtet dessen geht die GfK davon aus, dass der private Verbrauch eine wichtige Stütze für die deutsche Wirtschaft bleiben wird. "Allerdings hängt die Entwicklung stark von dem Fortgang der Euro-Schuldenkrise ab", schränkte Bürkl ein. Sollte die Krise abermals hochkochen, stehe auch dem Konsum ein schwieriges Jahr bevor.

Die Daten im Überblick:

 

^                                Januar    Prognose   Dezember    November

 

Konsumklima                   5,6         5,9          5,8r            6,0 Konjunkturerwartungen     ---         ---        -17,9          -14,6 Einkommenserwartungen   ---         ---          21,2           17,8 Anschaffungsneigung        ---         ---         20,1            29,4°

 

(Angaben in Punkten)

 

/bgf/jkr

 

 

FRANKFURT/NÜRNBERG (dpa-AFX)

Bildquellen: Christian Mueller / Shutterstock.com
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Unterschätzte Aktienperlen
Peter Lynch wurde als Fondsmanager des Magellan Fonds zu einer Legende. Er erzielte im Zeitraum 1977 bis 1990 eine durchschnittliche jährliche Rendite von 29,2%. Eines seiner Erfolgsgeheimnisse: Lynch setzte auf einfache und verständliche Geschäftsmodelle und bevorzugt dann, wenn sie für die meisten anderen Börsianer als langweilig erschienen. In der neuen Ausgabe des Anlegermagazins werden drei Unternehmen vorgestellt, die solche unterschätzte Aktienperlen sein könnten.

Heute im Fokus

DAX schließt unter 10.400-Punkten -- Wall Street schließt rot -- Commerzbank: 9.000 Stellen und Dividende futsch?-- LANXESS will Chemtura übernehmen -- Deutsche Bank auf Rekordtief -- Ströer im Fokus

Quandt-Erben sortieren BMW-Anteile neu. Griechenland: Gläubiger einig über Führung von Privatisierungsfonds. Stromnetzbetreiber erhöhen Gebühren 2017. EZB-Chef Draghi betont Bedeutung der "Kreditlockerung" für Geldpolitik. ifo-Geschäftsklima hellt sich auf. Audi-Entwicklungsvorstand Stefan Knirsch verlässt Unternehmen.
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
Das sind die reichsten Nichtakademiker in Europa

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Die Eigenzulassungen 2015
Diese Firmen sind innovativ
In diesen Städten stehen Sie am längsten im Stau
Das sind die besten Universitäten
Die wertvollsten Marken 2016
mehr Top Rankings

Umfrage

Kanzlerin Merkel will der Deutschen Bank im Streit mit der US-Justiz nicht helfen. Was halten Sie von dieser Einstellung?